Jonas Urbach führt die CDU des Unstrut-Hainich-Kreises

Höngeda  Die Mitgliederversammlung der Kreis-CDU wählt Jonas Urbach, Landtagskandidat und Fraktionschef im Kreistag, zum Vorsitzenden. Croll, Schmalz und Saalfeld sind seine Stellvertreter.

Jonas Urbach (vorn links) ist nun CDU-Kreischef. Seine Stellvertreter sind Jane Croll, Uwe Karsten Saalfeld (hinten rechts) und Jeremi Schmalz (nicht im Bild). Schatzmeister ist Klaus Zunke-Anhalt (hinten links).

Jonas Urbach (vorn links) ist nun CDU-Kreischef. Seine Stellvertreter sind Jane Croll, Uwe Karsten Saalfeld (hinten rechts) und Jeremi Schmalz (nicht im Bild). Schatzmeister ist Klaus Zunke-Anhalt (hinten links).

Foto: Claudia Bachmann

Landtagskandidat. Vorsitzender der Kreistagsfraktion. Bürgermeister. Seit Freitagabend hat Jonas Urbach noch eine weitere Aufgabe vor der Brust – er führt den rund 830 Mitglieder großen CDU-Kreisverband Unstrut-Hainich. Der traf sich in der Schenke in Höngeda, um einen neuen Kreisvorstand zu wählen.

In dem finden sich einige neue Gesichter, sogar CDU-Neulinge, die erst vor wenigen Wochen den Weg in die Partei gefunden haben. Der Ortsteilbürgermeister von Höngeda, Falk Güte, ist eines dieser neuen Gesichter, dazu kommen zwei neue Frauen, Matthia Rahn aus Mühlhausen und Manuela Görnandt aus Bad Langensalza.

Der Kreisverband hinterließ einen harmonischen Eindruck. Der scheidende Vorsitzende, der Mühlhäuser Thomas Kretschmer, dessen Abschied sich in den vergangenen Monaten angedeutet hatte, legte Wert auf die Feststellung, einen funktionierenden Verband und solide finanzielle Verhältnisse an seinen Nachfolger zu übergeben. Eine Rede hatte er nicht extra vorbereitet. Für die Bilanz genügten Stichpunkte, notiert während der Wahlkampfrede von Mike Mohring, dem CDU-Spitzenkandidaten zur Landtagswahl am 27. Oktober. Dennoch klangen in seinen Worten die prominenten Parteiaustritte der letzten Jahre an, aber man habe sich daran nicht zerfleischt, dennoch habe es „gekränkte Eitelkeiten“ gegeben.

Auch das vor der Wahl beklagte Kommunikationsdefizit spielte keine Rolle. „Als Vorstand haben wir uns zusammengesetzt, um zu sehen, wer weitermachen möchte. Dann kamen von anderen Gruppen und Ortsverbänden weitere Namen für die Posten ins Spiel. Wer das macht, von dem muss man auch erwarten, dass er mit den Kandidaten spricht“, meint Kretschmer. Der Vorstand habe sich moderierend eingeschaltet. Kretschmer hatte 2015 den Vorsitz von der 15 Jahre lang amtierenden Annette Lehmann aus Hüpstedt übernommen.

Gegenkandidaten gab es auf der rund dreieinhalbstündigen Mitgliederversammlung bei keinem der Posten. Die Bereitschaft, für den Kreisvorstand zu arbeiten, sei nicht gerade groß, sagte Kretschmer. Er wolle sich auf seine Arbeit als Kreistagsvorsitzender und als Vorsitzender des Katholikentages konzentrieren. Einen Beisitzerposten schloss er aus. „Das soll die neue Führung allein machen, das gäbe sonst Spannungen.“

Urbach sprach von Politikverdruss, die Akteure auf allen Ebenen zu spüren bekommen. „Bei Veranstaltungen, die wir organisieren, ist die Beteiligung oft gering. Wir müssen neue Formate finden, um unsere Mitglieder zu erreichen.“ Urbach wolle sich in seiner neuen Aufgabe treu bleiben. Er ist kein Lautsprecher, kein vehementer Oppositionsführer im Kreistag. „Mit mir wird es keine Revolution geben.“

Seine Stellvertreter sind Jane Croll aus Wiegleben, eine weitere Landtagskandidatin, Jeremi Schmalz aus Weberstedt (Landgemeinde Unstrut-Hainich) und Uwe-Karsten Saalfeld, Ballhausens Bürgermeister. Klaus Zunke-Anhalt, der langjährige Bürgermeister von Rodeberg, wurde Schatzmeister. Er hatte im vergangenen Jahr einen starken Wahlkampf um das Amt des Landrates hingelegt. Er habe das Amt des Kreisvorsitzenden aber nicht angestrebt. „Wer das macht, muss sich voll einbringen. Dazu fehlt mir als Beigeordneter des Landrats die Zeit.“

Beisitzer im Kreisvorstand: Bernhard Döbel, Ines Goldmann, Falk Güte, Marcel Hentrich, Matthias Lange, Reinhard Mascher, Nicole Peterseim, Matthia Rahn, Christian Hohlstein, Katrin Schmidt, Michaela Görnandt, Jens Weimann.

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