Mühlhausen: Oleg Shevchenko mit Praktikum in Kita

Mühlhausen  Wahl 2019 / Direktkandidaten direkt: Oleg Shevchenko arbeitet in einer Kindertageseinrichtung in Mühlhausen mit.

Oleg Shevchenko (von links) beim Praktikum im Kindergarten Pusteblume mit Leiterin Bärbel Schadeberg, Erzieherin Janine Nath und Lizz Klitz.

Oleg Shevchenko (von links) beim Praktikum im Kindergarten Pusteblume mit Leiterin Bärbel Schadeberg, Erzieherin Janine Nath und Lizz Klitz.

Foto: Daniel Volkmann

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Er half als Servicekraft und im Kindergarten. Oleg Shevchenko weiß um die Vorbehalte seiner Jugend gegenüber. Kreißsaal, Hörsaal, Plenarsaal. 1995 geboren, 2013 Abitur, 2018 Master-Abschluss, seitdem im öffentlichen Dienst beschäftigt. Der SPD-Direktkandidat für den Wahlkreis 8 nutzte seine Wahlkampftour auch zum Besuch eines kleinen Kindergartens, der „Pusteblume“ in der Pfannschmidtstraße und befand sich damit schon im Spannungsfeld zwischen Kommunal-, Landes- und Bundespolitik.

Das Kommunale betrifft den Zustand des Gebäudes. „Wir haben immer gemerkt, dass über uns seit Jahren das Damoklesschwert der Schließung schwebte“, sagt die Leiterin der Einrichtung in Awo-Trägerschaft, Bärbel Schadeberg. „Mit jeder noch so kleinen Investition, mit jedem Arbeitseinsatz habe ich meine Mitarbeiter motivieren können, sich weiter ins Zeug zu legen.“

Lissy Klitz, Bereichsleiterin der Awo Mitte-West-Thüringen für Kitas, meint: Alles, was die Stadt an diesem Haus getan habe, sei Flickschusterei gewesen.

Shevchenko findet auch Gutes. Dass das Land auf Vorschlag der rot-rot-grünen Landesregierung den Betreuungsschlüssel verbessert habe zum Beispiel. „Die Debatte um die Mittagsverpflegung müssen wir weiterführen, auch angesichts steigender Kosten.“ Es gibt immer wieder Stimmen, die kostenloses Mittagessen für alle Kinder fordern. Soweit will Shevchenko aber nicht gehen.

An diesem Vormittag in der „Pusteblume“ bekommt er auch zu hören, was ein Migrationsanteil von 25 Prozent für die zehn Erzieher bedeutet: Alle Absprachen brauchen, den Verständigungsproblemen geschuldet, länger. „Natürlich kann eine Einrichtung über das Landratsamt zusätzliche Stunden beantragen, aber dazu braucht es auch das Personal, das sie leisten kann.“ Janine Nath arbeitet seit zwei Jahren als Erzieherin in dem Kindergarten. Sie weiß um den Spagat, 40 Stunden die Woche arbeiten zu wollen – weil man das Geld braucht – und sich zugleich um die Erziehung der eigenen Kinder zu kümmern.

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