Anti-Drogen-Zug stoppt auch in Leinefelde und Sondershausen

Mühlhausen  Der Revolution Train wird im September 2020 in Mühlhausen Halt machen. Zusätzlich zum 5-D-Programm im Zug soll es ein Infoangebot geben.

Der Anti-Drogen-Zug machte dieses Jahr für drei Tage Halt in Leinefelde. In einem 90-minüten Rundgang können Schüler als Klasse oder mit ihren Eltern und interaktiv erfahren, zu welchen folgen Drogenkonsum führen kann.

Der Anti-Drogen-Zug machte dieses Jahr für drei Tage Halt in Leinefelde. In einem 90-minüten Rundgang können Schüler als Klasse oder mit ihren Eltern und interaktiv erfahren, zu welchen folgen Drogenkonsum führen kann.

Foto: Eckhard Jüngel

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Im September 2020 hält der Revolution Train am Mühlhäuser Bahnhof, dort macht das Drogen-Präventionsprojekt Station.

Der Revolution Train hat seinen Heimatbahnhof in Prag. Von dort ist er in der Tschechien, der Slowakei und in Deutschland unterwegs – in diesem Jahr unter anderem in Leinefelde und Sondershausen.

Melissa Thalmann, die Projektkoordinatorin, hörte erstmals bei einem Trägertreffen vom Projekt und steckte den Fachdienst Familie und Jugend beim Landratsamt mit ihrer Begeisterung für dieses Präventionsprogramm an. Das soll nun zwei, bestenfalls drei Tage lang in Mühlhausen Station machen. Allein die Anreise des Zuges ist eine Herausforderung, denn seine Fahrt muss in den normalen Zugfahrplan integriert werden. Macht er Station, sind pro Tag 10.000 Euro aus der örtlichen Jugendförderung des Kreises zu zahlen, sagt Diana Wehenkel, die Fachdienstleiterin.

„Es wird immer schwerer, mit Jugendlichen offen über Drogen zu reden“

Noch sei nicht entschieden, ob man Siebent- oder Achtklässler in den Zug einladen will. Der hat eine Tageskapazität von 450 Gästen und kann neben den Schulen auch von allen anderen Interessenten besucht werden.

Was wird geboten? Mittels 5-D-Methoden werden Situationen dargestellt, mit denen man bestenfalls im normalen Leben nicht in Berührung kommt: Drogennest, Gefängnis, ein Autounfall nach Drogenmissbrauch, eine Entzugsanstalt.

Zehn, bestenfalls zwölf Koordinatoren werden je zwei Tage lang in Prag geschult. Sie sollen klassenweise in den Schulen das Erlebte nachbereiten. „Es wird immer schwerer, mit Jugendlichen offen über Drogen zu reden“, weiß Thalmann.

Der Fachdienst Familie und Jugend möchte weitere Projekte anschieben. Auf dem Bahnhofsvorplatz solle es ein Rahmenprogramm geben, bei dem sich die Träger der Jugendarbeit vorstellen können. „Wir wollen von den Jugendlichen nicht wissen, ob sie Drogen nehmen. Wir wollen ihnen Werkzeuge in die Hand geben, Kontakte, Ansprechpartner, die sie einem mit Problemen anbieten können.“

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