„Rallye unter Freunden“ mit 63 Teams von Bad Langensalza in Thüringens Norden

Bad Langensalza  9. „Rallye unter Freunden“ führte 63 Teams von Bad Langensalza aus in Thüringens Norden

Der Jeep von Dagmar und Christian Siegmund aus dem Jahr 1943 war das älteste Fahrzeug in der 9. „Rallye unter Freunden“, die am Samstag über gut 200 Kilometer durch Nordthüringen führte.

Der Jeep von Dagmar und Christian Siegmund aus dem Jahr 1943 war das älteste Fahrzeug in der 9. „Rallye unter Freunden“, die am Samstag über gut 200 Kilometer durch Nordthüringen führte.

Foto: Claudia Bachmann

Anspruchsvoll, auch im Vergleich zu den Vorjahren. So lautete das Fazit von Christian und Mario König, die zum 30-köpfigen Organisatorenteam der 9. „Rallye unter Freunden“ zählen. Als die 63 Fahrergespanne – darunter fünf reine Frauenteams – am Morgen des Samstags in ihre Startunterlagen schauten, wussten sie: Es geht in Thüringens Norden – Frühstück auf dem Marktplatz von Bad Frankenhausen, hinauf zum Kyffhäuser, zurück über viele kleine Straßen, die den meisten unbekannt waren.

Nach gut 200 Kilometern war am frühen Samstagabend die Marktkirche erreicht, waren diverse Gleichmäßigkeits- und Sonderprüfungen absolviert. Was den Fahrern am schwersten fiel, wollte Moderator Hardy Krause wissen. Es stellte sich heraus: eine Einparkübung und das Büchsenwerfen.

Krause erlaubte dann auch den Blick in manch Fahrer- und Beifahrerseele: „Der Fahrer hat seine Fähigkeiten überschätzt“, plauderte Marie Pickart, die mit Ehemann Franz gefahren ist – in jenem Citroen, der sie bereits zum Standesamt gebracht hatte. Franz Pickart dagegen war voll des Lobes über die Frau an seiner Seite. „Ruhig und abgeklärt“ hat sie bei Zeitkontrollen agiert.

Zwischen gerade einmal zwei Dutzend PS und mehr als 400 reichte die Leistung der Fahrzeuge. Wer besonders stark motorisiert unterwegs war, bekannte: „Wir waren manchmal ganz nah an der Haftungsgrenze; die größte Herausforderung war das Langsamfahren.“

Zur Flotte gehörte als ältestes Fahrzeug der neunten Auflage auch ein Jeep aus dem Jahre 1943, mit dem die Mehrfach-Sieger Christian und Dagmar Siegmund unterwegs waren, und ein Wartburg, der 1989 am Gelände der Prager Botschafter stehen gelassen worden war.

Lutz Pickart aus der großen Bad Tennstedter Flotte war mit einem 39 PS starken Jeep unterwegs – ganz ohne Eile. Er verkaufte auf der Tour noch 19 Liter Kaffee zugunsten eines Ruanda-Hilfsprojekts. Im Ziel am Marktplatz freute sich der Mediziner aber auf etwas anderes: „Im Zelt gibt es dann erst mal ein Bier.“

Wie viel Herzblut die Helfer in die Veranstaltung stecken, zeigt sich am Beispiel von Sven Knappstein. Der hatte, aus dienstlichen Gründen, nicht wie sonst unterstützen können, hielt es aber am Nachmittag nicht mehr aus und machte sich mit einer großen Packung Würstchen auf, um andere Helferteams zu unterstützen.

Dass es 2018 die zehnte Auflage der Rallye geben wird, das steht schon fest. „Wir wollen noch mehr durch die Innenstadt fahren“, verriet Mario König.

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