Spielerischer Einstieg in die Kita-Betreuung

Obermehler  Das Sommerfest der Gemeinschaftsunterkunft Obermehler soll Flüchtlingskinder neugierig auf Kindergarten machen. Den Eltern ist das Konzept oft fremd.

Beim Sommerfest in Obermehler wurde auch getanzt. Sozialarbeiterin Sarah Hammacher (Zweite von links) ist mitten drin.

Beim Sommerfest in Obermehler wurde auch getanzt. Sozialarbeiterin Sarah Hammacher (Zweite von links) ist mitten drin.

Foto: Susan Voigt

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Kindertagesbetreuung als Form der frühen Bildung soll durch das Bundesprogramm „Kita-Einstieg“ auch den Flüchtlingskindern aus der Gemeinschaftsunterkunft Obermehler zugänglicher gemacht werden. Dafür veranstaltete das Landratsamt am Mittwoch bereits zum zweiten Mal ein Sommerfest auf dem Gelände der Gemeinschaftsunterkunft in der Nähe des Flugplatzes.

Auch die Kinder aus den Partnerkindergärten aus Obermehler und Schlotheim waren eingeladen. „Die Kinder können sich bei der Gelegenheit besser kennenlernen und die Eltern lernen das Konzept der Kindertagesbetreuung kennen. Das ist einigen Bewohnern hier noch ziemlich fremd“, sagte Sarah Hammacher, Sozialarbeiterin in der Gemeinschaftsunterkunft.

Das Team um Sarah Hammacher stellte ein buntes Programm mit Hüpfburgen und Kinderschminken auf, das die Kinder aus der Unterkunft und der Umgebung zusammenbringen sollten. Das Café International aus Mühlhausen und das Begegnungscafé Schlotheim kümmerten sich unter anderem um die Spiele. Mit einem Fahrradparcours vermittelte die Verkehrswacht Mühlhausen den Kindern mehr Sicherheit im Straßenverkehr.

Auch Schulsozialarbeiter des Landkreises, Vertreter des Bildungswerks der Thüringer Wirtschaft und viele Ehrenamtliche waren an der Organisation des Sommerfestes beteiligt. „Vor allem aber haben uns die Bewohner geholfen. Sie sind immer sofort dabei, wenn es etwas zu tun gibt“, so die Sozialarbeiterin. Das Fest sei jedes Jahr offen für alle, die interessiert sind und „mal reinschnuppern“ wollen. Bei so vielen Kulturen und Nationen sei es wichtig, dass die Menschen ins Gespräch kommen, meint Hammacher.

Ein besonderes Highlight, auch für die Mitarbeiter, war das Essen, das die Frauen aus der Unterkunft am Tag zuvor zubereitet hatten – ausschließlich Gerichte aus ihrer Heimat. So gab es unter anderem kurdische, arabische und georgische Spezialitäten, die auch den Besuchern des Festes schmeckten.

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