Anekdoten und Eierlikör fehlen

Über Dinge, die in Eisenach reichlich Publikum anlocken.

Reporter Jensen Zlotowicz

Reporter Jensen Zlotowicz

Foto: Norman Meissner

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

An den Publikumszuspruch, den der Multivisionsvortrag von Martin Schulte-Kellinghaus über den Jakobsweg im Bürgerhaus erfuhr, kam der Film „Mach dein Ding“ über die frühen Lebensjahre von Udo Lindenberg am Sonntagabend im Eisenacher Kino nicht ganz heran. Knapp 500 Menschen waren zum Geonatur-Vortrag geströmt, der große Saal des „Capitol“ war selbst zu ungewöhnlicher Zeit um 20.30 Uhr zumindest aber auch bis auf die Genickstarre-Reihen gefüllt. Vom Vortrag über den Jakobsweg hätte sich mancher etwas mehr Insider-Wissen, ein paar nette Touranekdoten des Autors gewünscht und weniger Google- und Wikipedia-Format. Im Kino zur Premiere des Lindenberg-Streifens wäre es cool gewesen, hätte man dem Ewigrocker Reminiszenz auch mit einem Eierlikörchen zur Begrüßung erwiesen. Eine Zigarre hätte es im cineastischen Whiskey-Ozean – meine Güte was hat der Alte früher gesoffen – nicht gleich sein müssen, schon wegen der Brandmeldeanlage. Aber gegen eine kleine Eierlikör-Pipeline ins Filmtheater hätte keiner der Lindenberg-Fans etwas einzuwenden gehabt. So schloss sich am Sonntag jedenfalls der Kreis in Eisenach vom kultigen Jakobsweg mit 10.000 Kirchen zur kultigen Reeperbahn mit Paula aus St. Pauli. Spirituell ist beides.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren
Im Moment können keine Kommentare gesichtet werden. Da wir für Leserkommentare in unserem Internetauftritt juristisch verantwortlich sind und eine Moderation nur während unserer Dienstzeiten gewährleisten können, ist die Kommentarfunktion wochentags von 22:00 bis 08:00 Uhr und am Wochenende von 20:00 bis 10:00 Uhr ausgeschaltet.