Ausländische Forstleute sägen in hiesigen Wäldern

Wartburgregion.  In den hiesigen Wäldern gibt es noch für Jahre Arbeit ohne Ende, hier wird Schadholz gefällt, dort wird aufgeforstet.

Forstarbeiter aus der Slowakei fällen im Staatswald auf dem Heldrastein kranke Buchen. Weil es in der Region nicht genügen Kapazitäten gibt, wird Personal für die Aufarbeitung der gewaltigen Baumschäden aus Österreich, Rumänien, der Slowakei oder anderen osteuropäischen Ländern rekrutiert.

Forstarbeiter aus der Slowakei fällen im Staatswald auf dem Heldrastein kranke Buchen. Weil es in der Region nicht genügen Kapazitäten gibt, wird Personal für die Aufarbeitung der gewaltigen Baumschäden aus Österreich, Rumänien, der Slowakei oder anderen osteuropäischen Ländern rekrutiert.

Foto: Jensen Zlotowicz

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Der Wald ist seit einigen Jahren in aller Munde, meist aus tragischer Sicht, denn dem Wald geht es an vielen Orten schlecht. Das Klima hat daran eine Aktie, und der Mensch somit auch. Der Thüringen-Forst hat mit dem Einschlag von Schadholz oder der Wiederaufforstung alle Hände voll zu tun. Und dafür reicht das eigene Personal längst nicht mehr.

Was 40 bis 50 Freiwillige gerade im Revier von Försterin Antje Jarski (Eisenach) am Kissel bei der Wiederbepflanzung einer Windwurffläche leisteten, ringt der Revierleiterin Dank und Anerkennung ab. Die Mitstreiter waren und sind ebenfalls Feuer und Flamme. Kirschen und Walnüsse wurden gepflanzt, auch Weißtannen. Mit einer ähnlichen Aktion hatten sich unlängst Mitglieder der Wählergemeinschaft „Bürger für Eisenach“ und der CDU-Stadtratsfraktion mit Revierförster Stefan Wichmann verdient gemacht. Unter anderen wurden dort 70 Buchen und Eichen gepflanzt.

Auch im Bereich des Forstamtes Marksuhl wird es Pflanzaktionen wie auf dem Kissel (Amt Bad Salzungen) geben. Das Forstamt bereitet gerade entsprechende Flächen etwa auf dem Breitengescheid vor. Anfragen gibt es laut Forstamtsleiter Ansgar Pape von den Auszubildenden von Bosch, der Initiative „Sauberes Mariental“ und von der Bürgerinitiative „Klimaschutz Eisenach“. Gepflanzt wird im Frühjahr. Darüber hinaus werden Schüler der evangelischen Grundschule und der Wartburgschule ihre mittlerweile von Fachleuten aufgearbeiteten Eichelsamen pflanzen, die sie in diesem Herbst in Eisenach gesammelt hatten.

Anderenorts müssen kranke Bäume erst gefällt und aus dem Wald geschafft werden. Die Kapazitäten der heimischen Fortswirtschaftsbetriebe sind längst ausgereizt. Diese Unternehmen könnten mit Blick auf anstehende Aufgaben Tag und Nacht arbeiten. Weil die heimische Forstwirtschaft die Aufgaben allein nicht bewältigen kann, sieht man in den hiesigen Wäldern immer häufiger Fahrzeuge mit Nummernschildern aus osteuropäischen Ländern. In den Wäldern der Region arbeiten dutzende Männer aus der Slowakei oder Rumänien, aber auch aus Österreich. Je nach Auftragsvolumen sind es mal mehr mal weniger Diese Forstexperten sind bei Betrieben angestellt, die für den Thüringen-Forst im Einsatz sind.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren
Im Moment können keine Kommentare gesichtet werden. Da wir für Leserkommentare in unserem Internetauftritt juristisch verantwortlich sind und eine Moderation nur während unserer Dienstzeiten gewährleisten können, ist die Kommentarfunktion wochentags von 22:00 bis 08:00 Uhr und am Wochenende von 20:00 bis 10:00 Uhr ausgeschaltet.