Baumfrevel im Hainich

Hainich.  Nationalparkverwaltung hat Radfahrer im Verdacht. Bußgelder von bis zu 50.000 Euro drohen

Unbekannte haben im Hainich etwa 30 Baumstämme mit Motorkettensägen zerteilt, die zum großen Teil quer über dem Wanderweg „Craulaer Kreuz“ lagen. Die Nationalparkverwaltung hat nach eigener Schilderung Fahrradfahrer im Verdacht, die sich „durch diese Aktion den Weg freigeschnitten“ hätten.

Unbekannte haben im Hainich etwa 30 Baumstämme mit Motorkettensägen zerteilt, die zum großen Teil quer über dem Wanderweg „Craulaer Kreuz“ lagen. Die Nationalparkverwaltung hat nach eigener Schilderung Fahrradfahrer im Verdacht, die sich „durch diese Aktion den Weg freigeschnitten“ hätten.

Foto: Nationalpark Hainich

Unbekannte haben etwa 30 Baumstämme mit Motorkettensägen zerteilt, die quer über dem Wanderweg „Craulaer Kreuz“ lagen. Die Tat betrifft den zirka 2,5 Kilometer langen Abschnitt zwischen dem Craulaer Kreuz und dem Langen Tal, der sogar im UNESCO-Welterbe liegt.

Die Nationalparkverwaltung hat nach eigener Schilderung Fahrradfahrer im Verdacht, die sich „durch diese Aktion den Weg frei geschnitten“ hätten.

In der Tat seien solche quer liegenden Stämme hinderlich für Radler, räumt die Parkverwaltung ein: „Dieser Wegabschnitt ist aber gar nicht für den Radfahrer frei gegeben, sondern wird illegal genutzt. Wäre es ein Radwanderweg, wären die Stämme bereits von der Nationalparkverwaltung behutsam zur Seite gezogen worden.“ Bei jedem der Stämme sei ein etwa ein Meter langes Stück herausgetrennt worden – genau das, welches die Durchfahrt verhinderte.

Laut Parkverwaltung fallen immer wieder Bäume um, sei es durch Schneebruch, Sturm oder Pilzbefall. In vielen Fällen würden solche Bäume bewusst liegen gelassen. Bei dickeren Stämmen oder auf dem Weg liegenden Kronen werde mit der Seilwinde der Weg frei gemacht oder der Wegverlauf angepasst. Dadurch werde dem Besucher der Vorrang der Natur verdeutlicht, ohne dass der Weg unpassierbar wäre. Laut Parkverwaltung können illegale Aktionen wie dieser Baumfrevel mit Geldbuße bis zu 50.000 Euro sanktioniert werden.