Blaulicht am Eisenacher Theaterplatz

Jensen Zlotowicz schreibt über eine Aktion, die bei Passanten in Eisenach Stirnrunzeln auslöste.

Eine Kolumne von Jensen Zlotowicz.

Eine Kolumne von Jensen Zlotowicz.

Foto: Norman Meissner

Auf der Clemdastraße in Eisenach quergestellte Kleinwagen mit offenen Türen und mit eingeschaltetem Blaulicht auf dem Dach fallen auf, erst recht, wenn Zivilisten aus dem Wagen steigen, die eine Stop-Kelle in der Hand und eine Armbinde mit der Aufschrift Polizei tragen. Passiert am Donnerstag gegen 13.30 Uhr am Amtsgericht Eisenach.

Passanten blieben stehen, Gäste eines nahen Restaurants begaben sich neugierig nach draußen. Alle fragten sich: Was ist da los?

Von den Fahrern der Wagen mit Wiesbadener Kennzeichen gab es keine Auskunft. Geheim.

Nach wenigen Minuten entspannte sich die Lage wieder, fuhr eine Kolonne von weiteren dunklen Autos vom Theaterplatz, stiegen die Armbinde-Polizisten ins Auto und düsten ab.

Dass diese Aktion im Zusammenhang mit einem Haftprüfungstermin für einen stadtbekannten Eisenacher kurz zuvor stand, war eine erste Vermutung, doch wurde diese von einem Richter nicht bestätigt. Beide Dinge hatten nichts miteinander zu tun, hieß es auf Anfrage.

Die Nummer mit der Straßensperre gehörte zu einer Übung der hessischen Polizei, die das Ziel hatte, ein unbekanntes Gebäude ausfindig zu machen. Zum Ergebnis des Haftprüfungsverfahren muss der zuständige Richter schweigen. Nur so viel haben wir erfahren: Der stadtbekannte Eisenacher soll jetzt gut verwahrt sein.

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