Desolate Stützmauern: Stadt Eisenach hofft auf Unterstützung des Landes

Eisenach  Die Stadt Eisenach braucht Hilfe des Landes bei der Sanierung der Bauwerke an der Moritz-Mitzenheim-Straße.

Die Stützmauern an der Moritz-Mitzenheim-Straße in Eisenach sind einsturzgefährdet.

Die Stützmauern an der Moritz-Mitzenheim-Straße in Eisenach sind einsturzgefährdet.

Foto: Birgit Schellbach

Die Stadt Eisenach hofft auf Unterstützung des Landes bei der Sanierung der Stützmauern an der Moritz-Mitzenheim-Straße. Die Bauwerke sind so desolat, dass jederzeit mit einer Vollsperrung der Straße gerechnet wird. Teile der Stützmauern drohen auf die Fahrbahn zu fallen. Einige Bereiche sind deshalb bereits mit Gittern abgesperrt.

Die Moritz-Mitzenheim-Straße hat zwar nur wenige Anlieger und ist nicht stark befahren. Sie stellt aber die einzige Erschließung für den ehemaligen Sitz des Landesbischofs der evangelischen Kirche Thüringens und den Eisenacher Stadtpark mit seinen Anlagen dar. Der frühere Bischofssitz, eine denkmalgeschützte Villa auf dem Pflugensberg, soll in Regie der gemeinnützigen Stiftung Kultur und Denkmal umgebaut und für Bildungszwecke genutzt werden. Deshalb gewinnen die Straße und die sie sichernden Stützmauern wieder an Bedeutung.

Eine Reparatur, so heißt es aus dem Rathaus, ist technisch nicht mehr möglich, so dass ein Neubau errichtet werden muss. Die Gesamtkosten für Straße und Stützmauern werden auf rund vier Millionen Euro geschätzt. Eine solche Investition kann die Stadt alleine nicht schultern.

Daher hatte Oberbürgermeisterin Katja Wolf (Linke) vor einiger Zeit Susanne Karawanskij (Linke), Staatssekretärin im Infrastrukturministerium, zu einem Besuch vor Ort eingeladen. Bei dem Termin ist erläutert worden, dass ohne planerische Vorleistungen keine Fördermittel oder ähnliche Zuschüsse beantragt werden können. Der städtische Hauptausschuss bewilligte jüngst 50.000 Euro für die Planungen.