Die Qualität von Schweißpunkten lässt sich ganz genau messen

Eisenach.  Edag in Stedtfeld und Eisenacher Niederlassung des Berufsförderwerkes schließen eine Kooperationsvereinbarung.

Übergabe einer Ultraschallmessanlage zur Kontrolle von Schweißpunkten mit  Edag-Geschäftsführer Michael Frohnapfel, Uwe Rommel (Edag Labor), Standortleiter vom Berufsförderwerk in Eisenach, Martin Rheiss, und Berufsförderwerk-Geschäftsführerin Maria Heinelt sowie Marcel Ebeling, Teamleiter Qualität und Messtechnik bei Edag (von links).

Übergabe einer Ultraschallmessanlage zur Kontrolle von Schweißpunkten mit Edag-Geschäftsführer Michael Frohnapfel, Uwe Rommel (Edag Labor), Standortleiter vom Berufsförderwerk in Eisenach, Martin Rheiss, und Berufsförderwerk-Geschäftsführerin Maria Heinelt sowie Marcel Ebeling, Teamleiter Qualität und Messtechnik bei Edag (von links).

Foto: Norman Meißner

Das Thema Qualität hebt die Zusammenarbeit zwischen dem in Stedtfeld ansässigen Karosserie- und Prototypenbau-Spezialisten Edag und der Eisenacher Niederlassung des Berufsförderwerks Thüringen auf eine neue Stufe. Der Automobilzulieferer und das Unternehmen der Berufsqualifizierung trafen jetzt eine Kooperationsvereinbarung, von der beide Seite profitieren. Edag stellt eine Ultraschallprüfanlage zur Kontrolle von Schweißpunkten sowie Blechstärken mit entsprechenden Prüfteilen dem Bildungsträger für Ausbildungszwecke zur Verfügung.

Aufgrund der Umstellung des Computerbetriebssystems sonderte das Unternehmen diese Ultraschallprüfanlage aus. Ein Edag-Mitarbeiter wird die Lehrkräfte des Berufsförderwerkes an dieser Anlage noch schulen. „Es ist eine gute Vorbereitung, wenn Praktikanten dann zu uns kommen“, freut sich Uwe Rommel vom hauseigenen Edag-Labor. Neben den betrieblichen Praktikumsphasen sieht die Kooperationsvereinbarung auch Exkursionen zum Unternehmen in Stedtfeld und Fulda vor.

„Das hilft uns sehr für die Messmittelausbildung der Qualitätskontrolleure“, dankt Martin Rheiss, Standortleiter des Regional-Centers Eisenach des Berufsförderwerks. Den Fokus auf die Automobilzulieferindustrie möchte der Bildungsträger weiter intensivieren. „Zu uns kommen Leute, die ihren alten Beruf nicht mehr ausüben können“, erzählt Martin Rheiss. Oft besäßen die Schulungsteilnehmer bereits eine CNC- oder Werkzeugmacher-Ausbildung, aber auch der Bäcker eigne sich für die Umschulung zur geprüften Qualitätsfachkraft. Es ist kein Beruf der Erstausbildung. Die Vermittlungsquote der Weiterbildungsabsolventen in den Arbeitsmarkt liege bei 85 bis 90 Prozent. Trotz dieses schon guten Resultats freut es Martin Rheiss, dass sich die praktische Ausbildung zum Qualitätskontrolleur mit der Ultraschallmessanlage weiter verbessert. „Wir sind daran interessiert, dass die Leute nachhaltig an einem Arbeitsplatz bleiben – daran werden wir gemessen“, fährt der Standortleiter des Berufsförderwerkes fort. Auch Konstruktionsmechaniker und die Ausbildungsberufe der Metallbranche arbeiten mit solchen Ultraschallprüfanlagen, so Uwe Rommel.

Während sich das Berufsförderwerk eine weitere Verbesserung der Ausbildung durch diese Kooperation verspricht, hofft Edag, dadurch qualifiziertes Personal zu finden. „So lernt derjenige bereits in der Ausbildung seinen späteren Einsatzplatz kennen“, sagt Marcel Ebeling, Teamleiter Qualität+Messtechnik bei Edag. Und auch Edag-Geschäftsführer Michael Frohnapfel weiß, dass es immer schwieriger wird, geeignete Fachkräfte zu finden. „Wir liefern unsere Produkte weltweit aus, aber produzieren tun wir sie mit Menschen hier aus der Region und das finde ich sehr spannend“, schwingt in den Worten des Geschäftsführers ein Dank an die Mitarbeiter mit.