Dreistündiges Faschingsprogramm reißt Publikum mit

Eisenach.  60 Aktive des Stedtfelder Carveval Vereins verwöhnen mit einem seit Monaten einstudierten Programm.

Beste Stimmung herrschte unter den vorbildlich kostümierten Gästen beim Programm des Stedtfelder Carneval Vereins (SCV) im Bürgerhaus Eisenach.

Beste Stimmung herrschte unter den vorbildlich kostümierten Gästen beim Programm des Stedtfelder Carneval Vereins (SCV) im Bürgerhaus Eisenach.

Foto: Norman Meißner

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Eine Eselsbrücke, um die Vielzahl der Fußpedale als Autofahrer nicht zu verwechseln, klärte die Gäste zum Faschingsprogramm des Stedtfelder Carneval Vereins (SCV) mit wenigen Worten darüber auf, wie die Stadtpolitik in Eisenach ganz genau funktioniert. „Links ist Frau Wolf, die verkuppelt alle, in der Mitte Frau Rexrodt, die immer auf der Bremse steht und rechts Herr Walk, der richtig Gas gibt“, erntet Fahranfänger Holger Huhn mit Ottomar Schäfer in der Bütt „Fahrschule“ des Duos Stock & Stein schallendes Gelächter am Samstagabend im voll besetzten Bürgerhaus in Eisenach.

Der SCV ist der drittälteste Karnevalverein im Altkreis Eisenach

Die Probenarbeiten der Stedtfelder Faschingsfreunde, die wieder Ende August, Anfang September starteten, haben sich erneut auf ganzer Linie gelohnt. Der Verein stellte ein rasant-schrilles Programm voller Witz, Komik, Esprit sowie musikalischen Schwung und guter Laune auf die Beine. Gut drei Stunden feierten die Zuschauer mit einem Applaussturm nach dem anderen die mehr als 60 Aktiven in ihrer inzwischen 61. Saison auf und hinter der Bühne.

„Wir sind nach Treffurt und Berka/Werra der drittälteste Faschingsverein im Altkreis“, sagt Ehrenpräsident Ottomar Schäfer mit stolzgeschwellter Brust.

Bereits der Gardetanz mit Adam und seinen acht Evas zu Beginn und der folgende Auftritt des Tanzmariechens Pia, die wenig später ihren Tanz bei den Faschingsfreunden in Gumpelstadt wiederholte, lässt die erwartungsvolle Masse euphorisch klatschen – vielfach bis die Hände zu schmerzen beginnen.

Hans-Peter Brand feiert als Hausmeister Premiere in der Bütt

Als Bademeisterin der alten Schule verglich Heike Werneburg in ihrer Bütt die gute alte Zeit, als beim Schwimmtraining noch Zucht und Ordnung herrschte, mit der verweichlichten Wellness-Oasen-Manie von heute. Über figurbetonte Unterwäsche hielt Sandra ein weit ausschweifendes Bütten-Referat.

Erstmals in der Stedtfelder Bütt stand Hans-Peter Brand als Krankenhaus-Hausmeister mit chirurgischen Qualitäten und beachtenswertem Wissen über Viren in Kliniken. „Seine ersten karnevalistischen Spuren hat er schon in den 1960er-Jahren in Friedrichroda gelegt“, preiste Ottomar Schäfer den Neuling in der Stedtfelder Bütt an.

Anknüpfend an ihre überaus gefeierte Schwarzlicht-Show des Vorjahres reiften die Jungs junior weiter und überzeugten mit einer überwältigenden Choreografie. Mit einer verblüffenden Stimmgewalt überzeugte dagegen Sängerin Laura, die in verschiedensten Musikgenres zuhause ist. Bei ihrer Interpretation von Tina Turners Klassiker „Simply the best“ verharrte keiner mehr still auf den Plätzen.

Schallendes Gelächter ernteten die Jungs senior 40+ mit ihrer Nummer als draufgängerische Leichtmatrosen.

Mit Tanzauftritten verwöhnten auch die ehemaligen Stedtfelder Garde-Tänzerinnen der 30- bis 40-Jährigen (Avalentia) im Westernstyle sowie die „Alte Stedtfelder Garde“ der 40- bis 50-jährigen Frauen mit ihrer faszinierenden Feuersalamander-Show.

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