Ein sehr spezieller, künstlerischer Abend

Eisenach.  Der zweite Teil von „Rap die DDR“ hatte Tiefgang.

Achim Heidenreich, Kulturamtsleiter der Stadt Eisenach.

Achim Heidenreich, Kulturamtsleiter der Stadt Eisenach.

Foto: Birgit Schellbach

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Sie bringt schon sehr spezielle, künstlerische Abende, diese Kooperation in Erinnerung an 30 Jahre Mauerfall von Theater am Markt (TAM) und dem Eisenacher Kulturamt. Im Zentrum von vier Abenden unter dem Titel „Rap die DDR“ stehen Werke Heiner Müller, dem wohl wichtigsten Dramatiker seiner Generation, sowohl in Ost- als auch Westdeutschland. Seine Sprachgewalt inspirierte zahlreiche Interpreten und Komponisten zu eigenen Verklanglichungen seiner Texte, so etwa die Band Einstürzende Neubauten, Wolfgang Rihm, George Aperghis oder den Komponisten Heiner Goebbels.

Im zweiten Teil stand nun der rund anderthalb Stunden lange Hörspiel-Zyklus „Wolokolamkser Chaussee I-IV“ im Mittelpunkt. Dabei hatte sich Komponist Heiner Goebels der Texte von Heiner Müller angenommen und diese vertont und musikalisch untermalt. So werden die Texte, für die Müller Anleihen auch etwa bei Franz Kafka nahm, einmal von einem Männerchor gesungen oder kommen in einer Rap-Version daher. An der Kritik Müllers an der DDR-Realität seiner Zeit lassen aber auch diese zum Teil eingängigen Versionen des geschichtsdynamischen Lehrstücks keine Zweifel.

Eisenachs Kulturamtsleiter Achim Heidenreich erwies sich in seiner Einführung ins Thema als profunder Kenner und sackkenntnisreicher Müller-Verehrer. Ein Abend mit Tiefgang.

Der dritte Teil von „Rap die DDR“ ist am 28. November um 18.30 Uhr im TAM bei freiem Eintritt zu erleben.

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