Eisenach: Bäume werden gefällt

Eisenach  Straßen zeitweise gesperrt. Drachenschlucht ist nicht zugänglich

Gekennzeichnete Bäume werden gefällt.

Gekennzeichnete Bäume werden gefällt.

Die Schäden in den heimischen Wäldern sind unübersehbar. Selbst Buchen und Eichen, die Trockenheit gut aushalten, sind geschädigt. „Die trockenen Sommer der letzten zwei Jahre haben an allen Baumarten ihre Spuren hinterlassen“, sagt Ansgar Pape, Leiter des Forstamts Marksuhl, das für Eisenach und die Umgebung zuständig ist.

Bei den Nadelbäumen kommt der Befall durch den Borkenkäfer hinzu. Nach der letzten Baumbegutachtung durch die Revierförster sind in den Wäldern zahlreiche Bäume markiert worden, deren Standsicherheit nicht mehr gegeben ist und die deshalb gefällt werden müssen. Daher müssen Autofahrer in den nächsten Wochen auf einigen Straßen mit Verkehrseinschränkungen rechnen.

Bereits in der nächsten Woche werden entlang der B 19 zwischen Eisenach und der „Hohen Sonne“ Bäume gefällt, die drohen, zu einer Gefahr zu werden. „Der Autoverkehr darf nicht durch umstürzende Bäume oder herabfallende Äste gefährdet werden. Dazu verpflichtet uns der Gesetzgeber. Deshalb kontrollieren unsere Forstleute zweimal jährlich die Waldgebiete entlang von Straßen, Bahnlinien und Siedlungen und halten dabei Ausschau nach gefahrenträchtigen Bäumen“, berichtet Ansgar Pape. Er betont, dass es sich bei den Baumfällungen um keine waldbauliche oder forstliche Maßnahme handelt. Das Forstamt agiere als Grundeigentümer, von dessen Grundstücken keine Gefahren für Wanderer, Spaziergänger oder auch Autofahrer ausgehen dürfen. Diese Verpflichtungen, so weist der Amtsleiter weiter hin, „betreffen im Übrigen jeden Grundstücksbesitzer“.

Nicht immer sei es für die Forstleute einfach, an die Bäume zu gelangen. Oft erschweren Steilhänge, Leitplanken oder Energieleitungen die Fällung. Zum Einsatz kommt deshalb Spezialtechnik.

Ab Montag, 11. November, wird im Mariental mit der Fällung der abgestorbenen Eschen begonnen. Ein Pilzbefall führte in dem Gebiet zum sogenannten Eschentriebsterben. Im weiteren Straßenverlauf sind überwiegend Buchen und Lärchen betroffen, die durch Trockenheit und Käferbefall nicht mehr standsicher sind.

Bereits jetzt weist das Forstamt darauf hin, dass es am Wochenende des 23. und 24. Novembers zwischen dem Ortsausgang von Eisenach und Wilhelmsthal sogar zu einer Vollsperrung der Bundesstraße 19 kommt. Auch die Drachenschlucht wird in diesem Zusammenhang nicht begehbar sein.

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