Eisenach: Vorbühne vielleicht bald für Vorstellungen nutzbar

Eisenach.  Die Kulturstiftung Meiningen-Eisenach beschäftigt sich auch mit Auswirkungen des Brandes am Theater.

Die Komödie „Charleys Tante“ feierte Premiere beim Jungen Schauspiel-Ensemble des Landestheaters Eisenach – unter Corona-Bedingungen mit vielen gesperrten Sitzen. Nun müssen die Polster gereinigt werden, weil Rauch in den Zuschauerraum gezogen ist.

Die Komödie „Charleys Tante“ feierte Premiere beim Jungen Schauspiel-Ensemble des Landestheaters Eisenach – unter Corona-Bedingungen mit vielen gesperrten Sitzen. Nun müssen die Polster gereinigt werden, weil Rauch in den Zuschauerraum gezogen ist.

Foto: Peter Rossbach

Nach dem Brand im Landestheater am 30. September wird an einer Alternativlösung auch im eigenen Haus gearbeitet. Vorschlag ist, dass die Vorbühne für kleinere Inszenierungen ab Februar 2021, vielleicht auch früher, genutzt werden kann. Dazu sind Spezialreinigungen einer Fachfirma für die Polstersitzreihen und die Kameras im Zuschauerraum nötig.

Tags zuvor hatte der Stiftungsrat der Kulturstiftung Meiningen-Eisenach getagt. Dort war der Brand Thema. Angaben zum Sachschaden könnten erst gemacht werden, wenn die Ergebnisse eines zweiten Gutachtens, das gerade in Auftrag gegeben wurde, vorliegen, hieß es nach dem Termin von Seiten der Thüringer Staatskanzlei. Die für die Sanierung der Gesamtschäden erforderlichen Kosten wird die Gebäudeversicherung übernehmen.

Der Stiftungsrat sei sich einig gewesen, dass die Ertüchtigung der Vorbühne Vorrang haben muss, damit das Theater präsent bleibe. Gleichwohl wird über Auftritte vor allem des Balletts in anderen Orten nachgedacht. Dabei spielt auch das Meininger Theater eine Rolle. Der Stiftungsrat hat sich zudem deutlich dazu bekannt, dass das Ballett selbstverständlich seinen Standort weiter in Eisenach haben wird.

Altes E-Werk nicht als Ausweichspielstätte tauglich

Zerschlagen hat sich hingegen die Idee, ein altes E-Werk im Bereich der Uferstraße zu ertüchtigen. Bei einer Begehung sei deutlich geworden, dass zu viele Umbauten in dem Gebäude nötig würden, um dieses als Spielstätte nutzen zu können.

Die Polizei sucht derweil weiter nach dem möglichen Brandstifter. Leider haben sich zwei wichtige Zeugen bisher nicht bei der Polizei gemeldet. Die Ermittler erneuerten deshalb am Mittwoch noch einmal ihren Zeugenaufruf. Gesucht wird ein Autofahrer oder eine Fahrerin, der oder die am 30. September gegen 1.53 Uhr vom Theaterplatz her kommend in die Goethestraße und weiter in Richtung Mühlgraben gefahren ist. Ebenso wird ein Lkw-Fahrer gesucht, der gegen 1.44 Uhr in der besagten Nacht aus der Goethestraße nach rechts Richtung Theaterplatz abgebogen ist.

Die Polizei erbittet Hinweise unter Telefon: 03691/261 124.