Eisenacher Hauptausschuss ist gegen höhere Gebühren

Eisenach.  Die Friedhofsgebühren in Eisenach sollen steigen. Es ist aber unklar, ob es dafür eine Mehrheit im Stadtrat gibt.

Eisenachs Hauptfriedhof hat zahlreiche denkmalgeschützte Grabstätten. In der Gegenwart werden Erdbestattungen immer weniger.

Eisenachs Hauptfriedhof hat zahlreiche denkmalgeschützte Grabstätten. In der Gegenwart werden Erdbestattungen immer weniger.

Foto: Archiv-Foto ensen Zlotowicz

Die Gebühren für Bestattungen in Eisenach sollen steigen. Über eine entsprechende Beschlussvorlage entscheidet der Stadtrat zur Sitzung am 1. Dezember (Beginn um 17 Uhr, Werner-Aßmann-Halle). Im Vorfeld hat der Hauptausschuss über das Thema diskutiert und die neuen Friedhofsgebühren mit drei Gegenstimmen bei zwei Enthaltungen und zwei Stimmen dafür abgelehnt.

Stadträtin Gisela Rexrodt (parteilos für die FDP) hatte beispielsweise hinterfragt, warum die Beräumung von Grabstätten auf den Friedhöfen in den Ortsteilen teurer ist als auf dem Hauptfriedhof. Sie könne sich nicht vorstellen, dass die Erde dort so viel anders beschaffen ist. Außerdem äußerte sie, dass ihres Wissens nach für muslimische Bestattungen mit einem 50-jährigen Nutzungsrecht eine separate Genehmigung durch das Landesverwaltungsamt notwendig ist. Sie wollte wissen, welche Folgen es für die Gesamtkalkulation hat, wenn diese Genehmigung nicht erteilt wird.

Bürgermeister Uwe Möller (parteilos) verwies darauf, dass die Kosten fair verteilt werden müssen. Die vorgelegte Satzung sei „das Optimum“, auf Grundlage der Analyse eines externen Büros erarbeitet. Besonders umstritten ist, dass für die Friedhofskapelle eine Grundgebühr gezahlt werden soll, egal ob sie für die Trauerfeier genutzt wird oder nicht. Spannend wird jetzt, wie der Stadtrat entscheidet.