Eisenacher Stadtrat hat einen neuen Vorsitzenden

Eisenach  Erwin Jentsch ist mehrheitlich gewählt. Seine Stellvertreter sind Susanne Köhler und Harald Lieske.

Oberbürgermeisterin Katja Wolf (Linke) gratuliert Erwin Jentsch (parteilos) zur Wahl zum Vorsitzenden des Eisenacher Stadtrats.

Oberbürgermeisterin Katja Wolf (Linke) gratuliert Erwin Jentsch (parteilos) zur Wahl zum Vorsitzenden des Eisenacher Stadtrats.

Foto: Birgit Schellbach

Der neue Vorsitzende des Eisenacher Stadtrats heißt Erwin Jentsch. Der 77-Jährige gehört als Parteiloser zur Fraktion der Linken, die aus der Kommunalwahl als stärkste Kraft hervorgegangen sind. Daher stand der Partei das Vorschlagsrecht zu. Allerdings war die erste Kandidatin der Linken für das Amt, Sandra Peschke, bei der Abstimmung durchgefallen.

Diesmal stimmten 22 Stadträte für Jentsch, zehn gegen ihn. Zwei Stimmen waren ungültig. „Ich bedanke mich für das Vertrauen und verspreche, dass ich die Sitzungen unabhängig, parteiübergreifend, fair und respektvoll leiten werde“, sagte der pensionierte Lehrer. Den Blumenstrauß gab er weiter an seine erste Stellvertreterin Susanne Köhler (SPD), die – im Gegensatz zu Peschke – gleich im ersten Anlauf zur konstituierenden Sitzung gewählt worden war.

Die Reihe komplettiert Harald Lieske (Bürger für Eisenach), der am Dienstag von der SPD-Fraktion als zweiter Stellvertreter des Vorsitzenden vorgeschlagen worden war. Er ist mit 27 Ja- bei sieben Nein-Stimmen bestätigt worden.

Auf der Tagesordnung standen weitere Personalien. So wählte der Stadtrat erneut Erika Hermanns zur Seniorenbeauftragten. Sie erhielt 30 Ja- und vier Nein-Stimmen. Hermanns bedankte sich bei „allen demokratischen Parteien“ für das Vertrauen. Kurz vorher war seitens der CDU-Fraktion angekündigt worden, dass sie den Seniorenbeauftragten von einer ehrenamtlichen in eine hauptamtliche Tätigkeit umwandeln möchte. „In Eisenach leben 11.000 Senioren, wir haben Altersarmut, Pflegenotstand und brauchen barrierefreie Wohnungen“, begründete René Kliebisch.

Eine erste Aussprache dazu findet bereits am heutigen Mittwoch statt, denn im Hauptausschuss geht es um die Hauptsatzung, die Oberbürgermeisterin Katja Wolf (Linke) am Dienstag im Stadtrat eingebracht hat. Diese regelt die Zusammenarbeit in Ausschüssen und Beiräten und den Einsatz von Beauftragten unter anderem für Senioren, Menschen mit Behinderungen oder Migrationshintergrund.

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