Eisenachs Dezernent bei Preisverleihung in Worms

Weranika Zapkala trägt sich im Beisein von Tatjana Chomitsch (links) in das Goldene Buch der Stadt Worms im Ratssaal ein.

Weranika Zapkala trägt sich im Beisein von Tatjana Chomitsch (links) in das Goldene Buch der Stadt Worms im Ratssaal ein.

Foto: Margaretha Mohr/ Stadtverwaltung Worms

Eisenach.  In Worms hat die Preisverleihung „Das unerschrockene Wort“ für Frauen aus Belarus stattgefunden. Eisenach gehört zu den Lutherstädten, die die Auszeichnung vergeben.

In Worms hat die Preisverleihung „Das unerschrockene Wort“ stattgefunden. Als eine der beteiligten Lutherstädte ist Eisenach mit seinem hauptamtlichen Beigeordneten Ingo Wachtmeister (SPD) vertreten gewesen. Geehrt wurden die belarussischen Freiheitskämpferinnen Weranika Zapkala, Maryja Kalesnikawa und Swjatlana Zichanouskaja. Zapkala nahm in Begleitung der Schwester der inhaftierten Maryja Kalesnikawa, Tatjana Chomitsch, den Preis entgegen. Swjatlana Zichanouskaja bedankte sich für die Ehrung in einer Videobotschaft. Die belarussischen Ehrengäste trugen sich vor der Verleihung in das Goldene Buch der Stadt Worms ein. Bundestagspräsident a. D. Norbert Lammert hielt die Laudatio.

Mit dem Preis „Das unerschrockene Wort“, der mit 10.000 Euro dotiert ist, honorieren die Lutherstädte die Entschlossenheit, das mutige Auftreten und den friedlichen Widerstand gegen Ungerechtigkeit und Unterdrückung. „Durch Luther erhielt die Berufung jedes Einzelnen auf sein individuelles Wissen und Gewissen – unmittelbar gebunden einzig an Gott und an die menschliche Vernunft – einen entscheidenden Impuls, der bis in die heutige Zeit nachwirkt“, betonte der Wormser Oberbürgermeister Adolf Kessel (CDU). Er zollte den Preisträgerinnen „Hochachtung und tiefsten Respekt“: Weranika Zapkala, Swjatlana Zichanouskaja und Maria Kalesnikawa stehen stellvertretend für tausende friedlich demonstrierende Menschen. „Sie treten gegen brutalsten Widerstand des autoritären Systems für eine demokratische Zukunft in ihrem Land ein“, so Kessel. Die beiden anwesenden „Unerschrockenen“ berichteten von massenweisen Inhaftierungen, Folter und unwürdigen Haftbedingungen für Oppositionelle in Belarus.

Chomitsch hielt ein Plakat ihrer inhaftierten Schwester hoch. Die Frauen betonten, wie angewiesen sie auf Unterstützung aus Deutschland sind und dass Preisverleihungen die Aufmerksamkeit auf die Situation in Belarus lenken.