Hunderte Bäume am Rehberg müssen gefällt werden

Wutha-Farnroda  Borkenkäferplage vernichtet komplettes Waldstück oberhalb von Farnroda. Forstarbeiter beginnen ab sofort damit, die Fichten abzuholzen

Der Blick in die abgestorbenen Kronen der Bäume. Hier ist nichts mehr zu retten – am Rehberg wie in vielen anderen Wäldern Thüringens.

Der Blick in die abgestorbenen Kronen der Bäume. Hier ist nichts mehr zu retten – am Rehberg wie in vielen anderen Wäldern Thüringens.

Foto: Alexander Böttger/Thüringenforst

Am Rehberg in Wutha-Farnroda muss wegen des Befalls durch Borkenkäfer der komplette Fichtenbestand gefällt werden. „Uns blutet das Herz, aber es ist unumgänglich“, sagt Jennifer Kruspe, Revierleiterin für den Hörselberg, zu dem der Bereich gehört. Die Fällarbeiten beginnen am heutigen Mittwoch. Sie sind so umfangreich, dass das Terrain für Wanderer und Spaziergänger gesperrt werden muss.

Bereits im letzten Jahr, so erklärt die Revierförsterin, war ein Teil des Bestandes der Fichten von Borkenkäfern befallen: „Das haben wir gut abgearbeitet“. Aber in diesem Jahr hat sich die Situation infolge der Trockenheit dramatisch zugespitzt. Rund 1000 Festmeter müssen gefällt werden. Eingesetzt wird ein so genannter Harvester. Dieser ermöglicht es laut Jennifer Kruspe die jungen Buchen, die im Schatten der Fichten bereits als Folge von Anpflanzungen und natürlicher Verjüngung nachwachsen, zu schützen. Aber bis der Rehberg wieder ein Wald sein wird, dauert es Jahre.

Das eingeschlagenen Holz wird über Feldwege zur Schönauer Straße gebracht, erläutert die Revierleiterin. Entsprechende Absprachen habe man mit der Agrargenossenschaft getroffen. Für rund 560 Festmeter gäbe es einen Abnehmer, jedenfalls für das Stammholz, das auf 11,50 Meter Länge geschnitten wird. Es wird auch sofort abgeholt und muss daher nicht chemisch behandelt werden. Brennholzwerber können sich auch noch bei der Revierleiterin melden. Mit den meisten Interessenten sei sie ohnehin in Kontakt.

Jennifer Kruspe weist außerdem darauf hin, dass ein besonders beliebter Spazierweg, der entlang der Gärten und Wohnhäuser verläuft, für den Transport des Holzes verwendet werden muss. Er muss zudem für den Einsatz der Technik verbreitert werden. Nach Abschluss der Arbeiten, so verspricht sie, wird der Weg ordnungsgemäß hergerichtet. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis in die zweite Septemberwoche. So lange gelten die Einschränkungen für den Rehberg. Tagsüber ist mit Lärmbelastungen zu rechnen.

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