Kreischorverband Gotha-Eisenach rechnet mit Verlusten

Wartburgregion  Verlängerte Zwangspause befördert wohl das Ende für manches Ensemble in der Wartburgregion

Der Lockdown setzt auch den Chören zu - hier der Franz-Schubert-Chor Eisenach bei einer Probe im eigens dafür organisierten Dorfgemeinschaftshaus Krauthausen im vergangenen Juni.

Der Lockdown setzt auch den Chören zu - hier der Franz-Schubert-Chor Eisenach bei einer Probe im eigens dafür organisierten Dorfgemeinschaftshaus Krauthausen im vergangenen Juni.

Foto: Jensen Zlotowicz / Archiv-Foto

Wartburgregion. „Der eine oder andere Chor wird sicher auf der Strecke bleiben“, prophezeit Mario Heller, Vorsitzender der Kreischorverbandes Gotha-Eisenach mit Blick auf die verordnete Gesangspause der Chöre in der Pandemie. Im Dezember hatte Heller eine Rundmail an die Mitglieds-Chöre des Verbandes geschrieben, um zu erfahren, ob jemand die Flinte ins Korn wirft. „Ich habe darauf keine Reaktion erhalten, das werte ich mal positiv“, so der Kreischorverbands-Leiter. Tatsächlich befürchtet er aber, dass einige Chöre durch die Zwangspause auf der Strecke bleiben. Das Durchschnittsalter vieler Ensemble sei hoch. Wenn Senioren mit 70 oder 80 Jahren erst einmal ein Jahr und länger nicht im Chor gesungen haben, sei das für viele wohl Grund für einen Schlussstrich.

Bis Ostern, da ist sich Mario Heller sicher, wird der Lockdown fortgesetzt und damit auch die Zwangspause der Chöre. Für die Chor-Familie ist das eine Zerreißprobe. zz