Kreisoberliga-Zusammenfassung für Westthüringen

Die Partien der Kreisoberliga im Überblick.

Symbolbild.

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Foto: Alexander Hebenstreit

Bischofroda – Gumpelstadt 0:7 (0:3).

So deftig hatten es die Lautertaler Fans und auch die Spieler wohl nicht erwartet, nachdem die letzten beiden Schlappen in der Vorwoche schon einen Trainerrückzug zur Folge hatten. Danach sah es anfangs beim Spiel gegen Gumpoldia Gumpelstadt auch nicht aus und eine halbe Stunde lang wirkte der FSV auch gleichwertig. Die größere Zielstrebigkeit der Gäste wurde aber schon beim 0:1 (16.) deutlich, als nach Daniel Heiderichs Scharfschusseckball Robert Kämpfs Kopfball aus 6m wie ein Torpedo im kurzen Eck einschlug. Postwendend ergab sich für die Hausherren die Chance zum Ausgleich, doch Andy Schmidt traf nach Vorarbeit von Jonas Schlittig und Fabian Hasert den Ball nicht richtig. Zuvor schon (12.) hatten die Gastgeber ein Überzahlspiel nicht genutzt und eine dicke Chance verstreichen lassen. Mit ihren flinken Stürmern blieben die Gäste stets gefährlich und nach Kämpfs gefühlvoller Flanke nahm Fabien Klinzing gekonnt den Ball mit der Brust herunter und vollstreckte aus 12 m eiskalt zum 0:2 (26.). Wieder eine Überzahl spielte der FSV nicht zwingend aus und Toni Zarates 18 m-Schuss (30.) zwang Keeper Timo Schenk lediglich zur kleinen Flugeinlage. Nach dem Steilpass über die Lautertaler Abwehr hinweg bot sich Christian Otto sogar die Chance zum 0:3 (36.), doch Keeper Martin Bärenklau drängte den Stürmer ab, sodass der Winkel zu spitz wurde und der Ball am Außennetz landete.Wieder Otto schloss aus 16 m ab (44.), verfehlte aber knapp. Dafür netzte Rene Heger mit einem herrlichen Freistoß von der Strafraumgrenze unhaltbar zum 0:3 (45.) ein. Wieder Hegers Knaller-Freistoß (58.) entschärfte Bärenklau mit starker Faustabwehr. Einzig Tobias Kiesels 25 m-Schuss (60./drüber) bedeutete jetzt ein wenig Gefahr für das Gästetor. Als die aufgerückten Gastgeber nun den Ball am Strafraum verloren, konterten die Gäste blitzschnell und Otto vollstreckte locker zum 0:4 (62.). Wie im Training ließen die Gäste nun Ball und Gegner laufen und erneut Otto netzte aus Nahdistanz zum 0:5 (70.) ein, nachdem Bärenklau zuvor schon gegen Klinzing stark reagiert hatte. Otto machte sogar noch seinen Hattrick perfekt, als er am langen Pfosten Hegers Querpass von der Grundlinie nur noch zum 0:6 (74.) einschieben musste. Schon lange hilflos über den Platz laufend, mussten die Lautertaler auch noch das 0:7 (89.) hinnehmen, als sie die Flanke nicht verhinderten, die Adrian Vogt schließlich per Kopf ins Tor beförderte.

Ruhla – Siebleben 1:2 (0:0).

Schade, ärgerlich,unnötig - das waren jene Worte, die nach Abpfiff im Lager der SG am häufigsten zu hören waren. Trotz einer couragierten Leistung und einer zwischenzeitlichen Führung musste man sich gegen Spitzenreiter Spvgg Siebleben knapp mit 1:2 geschlagen geben. Zwei vermeidbare Standards kippten das sehenswerte Duell in Richtung des Favoriten, der damit im achten Saisonspiel den siebten Sieg feierte. Für unser Team wird die Luft dagegen dünner, weshalb sich Trainer Dirk Kallenbach auch nicht über Komplimente für den beherzten Auftritt freuen konnte. „Was zählt, sind nun eimal Punkte“, weiß der neue Coach.

Vor 72 zahlenden Zuschauern, darunter viele Gästeanhänger, entwickelte sich ein flottes Spiel, in dem Siebleben die erste Gelegenheit besaß. Fröbe bugsierte einen Abpraller glücklicherweise drüber (5.). Schnell war zu sehen, dass der Gast hinten nicht unverwundbar ist - speziell bei Rico Kirchners langen Bällen. Zwei seiner Vorlagen führten zu Großchancen, die erst Kristian Grabow (drüber/8.) und dann Younes El Antaki (14./Heidrich hält) vergaben. Kurz danach musste die SG schon wechseln. Ronny Rummer schied mit blutender Lippe aus, die im Krankenhaus genäht werde musste. Siebleben machten in den letzten Minuten der ersten Hälfte dann nochmal richtig Druck. Doch Dominic Henning warf sich in einen Schuss und der Innenpfosten verhinderte bei M. Lehmanns Klasse-Freistoß den Rückstand (45.+1).

Schwungvoll und mutig kam der Gastgeber aus der Kabine. El Antakis Volleyschuss im Anschluss an eine Ecke wurde auf der Linievon Herr per Kopf geklärt, Grabow (52.) scheiterte an Heidrich und Florian Meinhardts Freistoß landete knapp überm Ziel. Die Führung war daher hochverdient. El Antaki behauptete sich, behielt die Übersicht und bedient Meinhardt, der flach zum 1:0 einschoss (56.).

Siebleben war nicht lange geschockt, ließ den Ball wieder besser laufen und nahm peu a peu das Heft in die Hand. Als Elias Herr bei seinem Sturmlauf zu ungestüm von den Beinen geholt wurde, zeigte der Schiri sofort auf den Punkt. Da gab es leider nichts zu deuteln. Routinier Sören Lehmann ließ sich die Chance zum 1:1 nicht nehmen (70.).

Siebleben wollte mehr und schaffte nach einem schlecht geklärten Freistoß durch Robin Mertens Direktabnahme das 1:2 (83.). Das Aufbäumen der SG brachte nichts mehr. Beim allerletzten Angriff wurde El Antaki im Sechzehner zwar umgestoßen, doch der Schiri pfiff keinen Elfer, sondern kurz danach ab.

Ifta – Apfelstädt 7:1 (4:0).

Aufgrund der personellen Engpässe der Apfelstädter ein erwartbares Ergebnis. Der Gästeelf fehlten gleich elf! Spieler, sodass der Fokus auf der Verteidigung lag. Eine halbe Stunde ging dies gut, dann stand Hunstock nach einer Ecke zentral frei und stocherte den Ball ins Netz (33.). Von da an lief es bei den Iftaern und vor allem Stürmer Leinhos, der noch vor der Halbzeit einen Hattrick schoss. Nach dem Wechsel erhöhte der eingewechselte Luhn, ehe J. Eckardt Ergebniskosmetik gelang. Fast im Gegenzug verwaldelte Ka. Schwanz einen Handelfmeter, nachdem Jakobi einen Ball im Reflex mit der Hand auf der Linie rettete und dafür Rot sah (54.). Wiederum Luhn mit einem satten Schuss in den Winkel traf zum Endstand.

Westring Gotha – Marksuhl 1:0 (0:0).

In einem Spiel mit wenigen Höhepunkten gelang den Gothaern kurz vor Ultimo der glückliche Wirkungstreffer. Tony Graf erlöste Westring mit dem Siegtor gegen den Aufsteiger.

Drei Gleichen – Mosbach 0:5 (0:2).

Nach Brandaus Kopfball und Urbans Treffer schien der Favorit nach einer halben Stunde auf Kurs, hatte allerdings auch Glück, dass Keeper Haaß einen Sahnetag erwischte. Er hielt unter anderem einen Foulelfmeter von Schlupp. Zudem schwächte sich Drei Gleichen schon wieder durch einen Platzverweis. Diesmal traf es Ljivoreka, der Gelb-Rot erhielt. Nach dem Wechsel schwanden den Hausherren die Gäste und Mosbach legte nach. Wiederum Urban, Braun und Spittel trafen noch zum Kantersieg.

Kaltennordheim – Treffurt 2:0 (2:0).

Der Aufstiegsanwärter kam zu einem ungefährdeten Erfolg gegen die Treffurter. Früh hatten Rico Quentmeier per Handelfmeter und Roberto Trabert, der aus dem Gewühl heraus traf, ein 2:0 erzielt (16./21.), im zweiten Durchgang schwächten sich die Gäste durch eine Gelb-Rote Karte für Robert Hitzigrath (63.). Danach war Kaltennordheim dem dritten Tor näher als Treffurt dem Anschluss.

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