Lernen auf dem größten Spielplatz überhaupt – im Wald

Gospenroda  Revierförster Jörg Ahbe und Partner setzen Arbeit von Kindergarten und Schule zur Umweltbildung fort.

Neugierig beäugen Kita-Kinder einen präparierten Waschbären. Anhand solcher Tiermodelle bekamen sie bei einer Exkursion die Lebensweise der Waldbewohner erläutert.

Neugierig beäugen Kita-Kinder einen präparierten Waschbären. Anhand solcher Tiermodelle bekamen sie bei einer Exkursion die Lebensweise der Waldbewohner erläutert.

Foto: Jutta Trostmann

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Revierförster Jörg Ahbe hat wie alle seine Kollegen gerade reichlich damit zu tun, das vom Borkenkäfer angegriffene Holz aus seinem Revier schaffen zu lassen. Dennoch nimmt sich der Revierleiter mit Partnern Zeit für die Umweltbildung, die ein Bestandteil seiner Arbeit ist. Das momentane Dilemma im Wald gehört irgendwie dazu.

Mit Ahbe unterwegs waren unlängst Kinder verschiedener Altersstufen zu einer Exkursion im Wald, Sechstklässler der Eichelbergschule und Kinder aus der Kinder-Arche Gospenroda. Vor allem für die Kita-Kinder ist dieser jährliche Waldtag rund um das Kamphaus und den Naturlehrpfad unterhalb des Weinberges ein besonderes Erlebnis. „Die Freude der Kinder an diesem Tag tröstet einen Förster etwas über die vielen Hiobsbotschaften zum derzeitigen Gesundheitszustand unserer Wälder hinweg“, sagt Revierleiter Jörg Ahbe.

Die Kindergärtnerinnen Jutta Trostmann und Katharina hatten die 20 Steppkes wie immer gut auf diese Exkursion vorbereitet. Jeden Mittwoch ist in der „Kinder-Arche“ Waldtag. Da geht es bei (fast) jedem Wetter in die Natur und den Wald, den größten Spielplatz überhaupt.

Zapfenzielwurf stand bei der Exkursion ebenso auf dem Programm wie gemeinsames Frühstück in der Natur, wo das Brot sowieso besser schmeckt. Entlang des Naturpfades hatte Revierförster Ahbe verschiedene Tiere wie Fuchs, Dachs oder Vögel ausgestellt, um den Kindern etwas über die Lebensweise dieser Waldbewohner zu berichten. Am Kamphaus erwartete „Onkel Norbi“ die Mannschaft mit Bockwurst und Getränken. Für Jutta Trostmann war es der letzte Waldtag als Kita-Mitarbeiterin. Sie geht nämlich in den Ruhestand. Als Rentnerin, versprach sie heilig, werde sie allerdings auch nächstes Jahr wieder mit von der Partie sein.

Mit Schülern der 6b der Regelschule Berka/Werra hatte Ahbe im Vorfeld eine geobotanische Exkursion auf dem Naturlehrpfad Weinberg unternommen. Forstwirtschaft und Natur stehen auf dem Lehrplan. Die Exkursion untermauerte das theoretische Wissen mit Praxisbeispielen aus der Forstarbeit.

Mini-Waldjugendspiele folgen im September

Hannes Baum von der Umweltgruppe Gospenroda, Forstpraktikant Robin Kaiser (Wünschensuhl) und das Ehepaar Rackwitz von der Regelschule Berka führten über den Lehrpfad. Die dort aufgestellten Schautafeln geben einen guten Eindruck über vielfältige Zusammenhänge in der Natur. Das Thema Klimawandel war bei dieser Gelegenheit von großem Interesse, so Jörg Ahbe. Welche Baumarten können in Zukunft besonders gut Hitze und Trockenheit überstehen und welche haben gerade jetzt besonders große Probleme.

Die nächsten Aktionen in Sachen Umweltbildung werfen im Revier ihre Schatten voraus. Anfang September wird es in Dippach die von Schulleiter Helmut Rackwitz maßgeblich organisierten Mini-Waldjugendspielen für die Grundschulen Gerstungen, Dippach und Berka/Werra geben.

Am Samstag, 7. September, geht das beliebte Kampfhausfest über die Bühne. Diesmal mit dem Exkursions-Schwerpunkt Borkenkäfer.

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