Mit Freiwilligen 500 Bäume am Heldrastein gepflanzt

Treffurt/Heldrastein.  Das Baumsterben der vergangenen Monate hat Lücken gerissen, Die werden nun gefüllt – mit einer Mischung, die künftige Schäden verringern soll.

Fleißige Baumpflanzer bei idealer Pflanzwitterung am Heldrastein: stehend von links: Katja Hollitzer, Lukas Fürste, Forstwirtschaftsmeister Frank Göbhardt, Alexander Frank, hockend vorn Catharina Peterhänsel und Veronika Koellner, stehend Heiko Baumbach, Franz Schuchmann, Förster Florian Skowronek.

Fleißige Baumpflanzer bei idealer Pflanzwitterung am Heldrastein: stehend von links: Katja Hollitzer, Lukas Fürste, Forstwirtschaftsmeister Frank Göbhardt, Alexander Frank, hockend vorn Catharina Peterhänsel und Veronika Koellner, stehend Heiko Baumbach, Franz Schuchmann, Förster Florian Skowronek.

Foto: Klaus Fink

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Über 500 Bäumchen an nur zwei Tagen pflanzen Mitarbeiter des Forstamtes Hainich-Werratal gemeinsam mit freiwilligen Helfern aus der Region auf dem Plateau im Forstrevier Heldrastein unweit des „Turmes der Einheit“.

Die Pflanzaktion, die im Januar fortgeführt werden soll, wurde von Forstwirtschaftsmeister Frank Göbhardt und Förster Florian Skowronek organisiert und vorbereitet. Ihr Ziel ist es, einen naturnahen, struktur- und artenreichen Laub-Nadel-Mischwald zu etablieren, der dem Klimawandel besser trotzen könnte als der bisherige Bewuchs. Der war in den heißen und trockenen Sommern wegen des Eschentriebsterbens und der Grundwasserabsenkung arg in Mitleidenschaft gezogen worden. Durch das Baumsterben entstanden Lücken, in die nun Traubeneichen, Stieleichen, Weißtannen, Nordmann-Tannen, Veitschs-Tannen, Berg-Mammutbäume und Schwarzkiefern in die Erde gesetzt wurden.

Auch Ahorn, Elsbeere, Winter- und Sommerlinde im Gespräch

Sie sollen das Artenspektrum ergänzen und erweitern. Frank Göbhardt erklärte, dass zum Beispiel die Weißtanne hier bereits etabliert ist. Hinzu kommen sollen später noch Edellaubhölzer wie Ahorn und Elsbeere; auch Winter- und Sommerlinde sind im Gespräch.

Dank und Lob hat sich dabei die im Gewerbegebiet Krauthausen ansässige Firma Lindig-Fördertechnik verdient, die sich aus Anlass ihres 120jährigen Firmenjubiläums 120 soziale und ökologische Tage vorgenommen hat. Mit Veronika Koellner, Catharina Peterhänsel, Heiko Baumbach und Lukas Fürste waren hoch motivierte Mitarbeiter dabei, die am Montag und Dienstag ordentlich ranklotzten – gemeinsam mit Forststudent Franz Schuchmann, er studiert zurzeit an der Fachhochschule Erfurt, und den Eisenachern Katja Hollitzer und Alexander Frank.

Zukünftig wird noch mehr Zulauf für solche Aktionen erhofft. Allesamt haben sich eine Teilnahme-Urkunde und großen Respekt verdient, haben sie doch vorbildlich etwas für den Klimaschutz getan. Jedes Bäumchen bekam eine spezielle Schutzhülle gegen Verbiss und „Fege“, bei der sich zum Beispiel Rehböcke an Bäumen wetzen, wobei schon mal die gesamte junge Pflanze „zum Teufel“ gehen kann. Nun hofft man, dass sich die Setzlinge gut entwickeln. Die Bäumchen lieferte übrigens die Baumschule von ThüringenForst in Breitenworbis (Eichsfeld).

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