Opel baut 2100 Stellen ab – Unternehmen setzt auf Abfindungen und Altersteilzeit

Eisenach.  Opel will über Abfindungen und Altersteilzeitmodelle weitere 2100 Arbeitsplätze abbauen und hat den Kündigungsschutz um zwei Jahre verlängert.

Opel-Produktion im Werk Eisenach. 2100 Stellen werden in den Werken Rüsselsheim, Kaiserslautern und Eisenach abgebaut.

Opel-Produktion im Werk Eisenach. 2100 Stellen werden in den Werken Rüsselsheim, Kaiserslautern und Eisenach abgebaut.

Foto: Sascha Fromm

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Mit einem Freiwilligenprogramm will der Autobauer Opel in seinen Werken in Rüsselsheim, Kaiserslautern und Eisenach weitere 2100 Stellen abbauen.

Darauf hätten sich die Geschäftsleitung von Opel und der Gesamtbetriebsrat verständigt, bestätigte das Unternehmen am Dienstag. Es gehe um „weitreichende Maßnahmen zur Beschäftigungssicherung und weiteren Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit von Opel“.

Beschäftigungssicherung für verbleibenden Mitarbeiter

Nach der jetzt vereinbarten erneuten Öffnung des Freiwilligenprogramms für maximal 2100 Beschäftigte an den drei Standorten haben Mitarbeiter bis einschließlich Jahrgang 1963 die Möglichkeit, an einem Altersteilzeit- oder Vorruhestandsprogramm teilzunehmen.

Das Abfindungsprogramm basiert demnach auf der doppelten Freiwilligkeit, das heißt, dass Arbeitnehmer und Arbeitgeber einvernehmlich zustimmen müssen. Im Gegenzug wurde der Ausschluss von betriebsbedingten Kündigungen um zwei Jahre bis zum Juli 2025 verlängert. Die Jungfacharbeiter, die sich derzeit in der Ausbildung befinden, würden unbefristet übernommen.

Investitionen in das Werk Rüsselsheim

Mit der neuen Vereinbarung zwischen Unternehmensleitung und Arbeitnehmervertretung reagiere man auf die großen Veränderung in der gesamten Automobilindustrie, die aus den immer strenger werdenden Kohlendioxidausstoß-Regulierungen resultieren, erklärte Opel.

Man habe infolge der verbesserten Wettbewerbsfähigkeit Investitionen in das Werk Rüsselsheim beschlossen, mit denen der Standort für viele Jahre gesichert werde. Die nächste Generation des Astra soll ab 2021 hier gefertigt werden. Das Modell soll als Fünftürer und als Kombi sowohl mit Verbrennungsmotoren als auch als mit Plug-In-Hybrid-Antrieben im Stammwerk von den Bändern laufen.

„Mit der Vereinbarung sorgen wir für eine weitere deutliche Verbesserung unserer Wettbewerbsfähigkeit. Mit der Allokation der nächsten Astra-Generation wollen wir die Zukunft in Zeiten des massiven Wandels sichern“, sagte Opel-Chef Michael Lohscheller. Gleichzeitig gebe die Vereinbarung den Mitarbeitern langfristige Sicherheit. „Die Beschäftigungssicherung bis 2025 ist ein starkes Signal“, so Lohscheller.

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