Rennwagen ohne Motoren in Eisenach: Roter Falke und Rocket 2.0

Eisenach  Seifenkistenrennen von Stadtjugendring Eisenach und Kreissportbund. Zwei Unfälle im Probelauf bereiten Schreckmomente und verkleinern das Starterfeld.

In der Altersgruppe U 11 kommt Leon Arnold mit der Seifenkiste „Nevada Blue“ gut vom Start weg.

In der Altersgruppe U 11 kommt Leon Arnold mit der Seifenkiste „Nevada Blue“ gut vom Start weg.

Foto: Norman Meißner

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Besonders umweltfreundlich jagten am Sonntagnachmittag beim „Großen Preis von Eisenach“ die Piloten mit ihren Wagen am Tempodrom an der Katzenaue um Bestzeiten. „Die Rennwagen fahren absolut CO2-frei“, witzelte am Mikrofon der städtische Jugendkoordinator Björn Lange.

Etwa 130 Zuschauer lockte das inzwischen 8. Seifenkistenrennen, das wieder Stadtjugendring und Kreissportbund mit dem Verkehrsunternehmen Wartburgmobil sowie den Jugendclubs Alte Posthalterei, Nordlicht, East End und CVJM-Jugendhaus organisierten, bei bestem Spätsommerwetter an die Rennstrecke vor der Werner-Aßmann-Halle. Unterstützung erfuhren die Ausrichter vom Heimatverein Hötzelsroda bei der Organisation, vom Jugend-Rot-Kreuz für die Erste Hilfe, vom Reifenservice Pneuhage für die technische Abnahme der Seifenkisten, vom „Räuberlager“ für die Beköstigung, vom Technischen Hilfswerk (THW) für die Hüpfburg und vom Pannendienst Schaarschmidt für die Startrampe.

Von 24 angemeldeten Teilnehmern gingen letztlich 22 Piloten in drei Altersklassen ins Rennen. „Beim Probelauf kam es leider zu zwei Unfällen – Kinder sind von der Piste abgekommen und den Hang zum Hörsel­ufer hinuntergefahren“, erzählte Rennleiterin Alena Tittelbach, die im Berufsleben Referentin für Jugendverbandsarbeit ist. Auch wenn die beiden Kinder keine Blessuren davon trugen, saß der Schrecken so tief, dass sie nicht mehr starten wollten.

„In diesem Jahr haben so viele Starter wie noch nie zuvor teilgenommen“, freute sich Alena Tittelbach über diesen neuen Rekord. Von zwei Durchgängen ging jeweils die beste Zeit in die Wertung. Teils stellten die Jugendclubs die Rennfahrzeuge, teils auch Familien, die in den Bau viel Zeit investierten.

Den Preis für die schönste Seifenkiste des Jahres 2019 konnten Jakob (13), Anna-Maria (11) und Martin (10) aus den Händen von Jeanette Heinz (Wartburgmobil) entgegennehmen. Mit Unterstützung des Vaters sowie Patenonkels Marcus Engelhardt werkelten die Kinder in den zurückliegenden Wochen eifrig an dem knallroten Flitzer „Rocket 2.0“.

In der Altersgruppe der unter Elfjährigen fuhr, oder besser gesagt rollte Leon Arnold allen anderen davon. Madison Jancke erkämpfte sich vor Martin Engelhardt auf „Rocket 2.0“ den zweiten Platz. In der Altersgruppe 12 bis 15 Jahre erwies sich Monique Frey als geschickteste Pilotin. Das Mädchen vom THW war eigentlich als Streckenposten da, wollte aber wissen, wie es ist zu fahren. Monique nahm das kostenfreie Leasing-Angebot des Rennstalls „RosaLuxx“ für eine Seifenkiste an, da sie selbst noch keine Fahrzeughalterin ist. Auf Platz zwei rollte Leoni Kajuth mit der „Blackbox“ der Alten Posthalterei. Karo Helm landete mit ihrer Seifenkiste „Helmblitz“ auf dem dritten Rang. Bei den Jugendlichen (ab 16 Jahre) siegt Moritz Drews (auf Roter Falke) vor Jakob Schluze (auf Roter Falke) und Jonas Lemm mit der Seifenkiste von RosaLuxx.

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