Ruhla sucht Ersatz für Bücherbox

Ruhla.  Sechs Jahre gab es die Bücher-Telefonzelle in Ruhla. Doch der Sturm hat die Tür so beschädigt, sodass die Box zurzeit nicht genutzt werden kann.

Die Ruhlaer brauchen wohl eine neue Telefonzelle. Die Tür ihrer Bücherbox ist nicht mehr zu reparieren.

Die Ruhlaer brauchen wohl eine neue Telefonzelle. Die Tür ihrer Bücherbox ist nicht mehr zu reparieren.

Foto: Silvia Rost

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Sie ist für viele Einheimische, aber auch für Touristen nicht mehr wegzudenken. Seit 2014 hat Ruhla in einer ausgedienten Telefonzelle gegenüber vom Rathaus eine Bücherbox untergebracht. Die Box ist für alle frei zugänglich, jeder kann hier rund um die Uhr Bücher vom Groschenroman bis zum Sachbuch ausleihen, abgeben und austauschen. Auch Silvia Rost vom Netzwerk Wir in Ruhla, die einst die Idee zu dem kostenlosen Bücherregal hatte, weiß, dass sich viele Menschen dort regelmäßig mit Literatur versorgt haben oder welche vorbeibrachten, damit andere diese noch lesen können.

Doch jetzt ist die Bücherbox geschlossen. Grund: Die Tür der Telefonzelle ist kaputt und kann laut Silvia Rost nicht mehr repariert werden. Bauhof und noch ein professioneller Schlosser haben sich die Tür angesehen und kamen beide zur der selben Meinung. Schuld daran hat das Sturmtief „Sabine“ vor gut zwei Wochen, der Wind muss die Tür quasi aus den Angeln gehoben haben. Rost wie auch viele Ruhlaer wollen auf ihre Bücherbox aber nicht verzichten. So hoffen die Frauen vom Netzwerk Wir, dass sich jemand findet, der entweder eine neue oder gebrauchte Telefonzellentür, die dort hineinpasst, oder eben auch eine ausgediente Telefonzelle hat, die er zur Verfügung stellen würde. „Die Bücherbox wurde seit ihrem Start immer gut angenommen“, berichtet Silvia Rost. Die Mitglieder des Frauennetzwerks hatten sich 2014 Hilfe vom Team der MDR-Sendung „Mach dich ran“ geholt. Moderator Mario D. Richardt organisierte damals den Umzug der Telefonzelle und den Umbau zur Mini-Bibliothek mit extra angefertigten Bücherregalen als Tagesaufgabe in seiner Sendung. Rost hofft nun, dass sich wieder Hilfe findet, damit die Schließung der kostenlosen Mini-Bibliothek nicht allzu lange andauern muss.

Wer den Ruhlaern helfen kann, entweder mit einer neuen Tür oder gleich einer ausgedienten Telefonzelle, meldet sich am besten bei Silvia Rost per E-Mail unter silvia-rost@online.de

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