Schulsozialarbeiter am Abbe- und Elisabeth-Gymnasium

Eisenach.  Weil das Land mehr Geld zur Verfügung stellt, kann die Schulsozialarbeit in der Stadt Eisenach in diesem Jahr ausgebaut werden.

Auch die Mosewaldschule in Eisenach-Nord profitiert von mehr Fördergeld für die Schulsozialarbeit.

Auch die Mosewaldschule in Eisenach-Nord profitiert von mehr Fördergeld für die Schulsozialarbeit.

Foto: Katja Schmidberger

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Für die Schulsozialarbeit stellt das Land für 2020 mehr Geld bereit. Der Jugendhilfeausschuss der Stadt Eisenach brachte am Donnerstag im Zuge dessen einen Beschluss auf den Weg, der regelt, wie und wo das zusätzliche Geld – es ist über eine viertel Million Euro – verwendet wird. An insgesamt zehn Schulen der Stadt ist Schulsozialarbeit installiert. Insgesamt stellt das Land der Stadt für diese Aufgabe knapp 580.000 Euro zur Verfügung. Diese Summe muss Eisenach kofinanzieren.

Das gesamte zusätzliche Geld, so Egbert Volk vom Jugendamt, werde die Stadt jedoch nicht abrufen, da vor allem die Neubesetzung von Stellen schwierig sei. Fachpersonal ist schwer zu bekommen. Wer Geld abruft und nicht ausgibt, muss es zurückbezahlen. Außerdem seien bereits zwei Monate des Jahres ins Land gegangen.

Stelle für fachliche Koordinationwird aufgestockt

Die Schulsozialarbeit wird sowohl von der Stadt selbst als auch von freien Trägern bewerkstelligt. Die bisher halbe Stelle für fachliche Koordination wird aufgestockt. Das trifft auch auf die Sozialarbeitsstelle an der Georgenschule zu, die eine dreiviertel Stelle bewilligt bekommt. Grundschulen ab 300 Schüler steht eine Vollzeitstelle zu. Davon profitiert in diesem Fall die Jakobschule.

Auf zwei volle Stellen aufgestockt wird auch die die Schulsozialarbeit im Förderzentrum und der Mosewaldschule in Eisenach-Nord, wo die Caritas als Träger fungiert. Neben der reinen Schülerzahl sind auch Sozialindikatoren Maßstab für die Besetzung, sagt Volk. Verdoppelt (auf je 1,5 Vollzeitstellen) wird die Sozialarbeit an der Wartburgschule und am Berufsschulzentrum im Palmental. Neu installiert wird die Schulsozialarbeit am Ernst-Abbe- und am Elisabeth-Gymnasium (je 0,75 Stellen).

In der Oststadt- und Goetheschule bleibt das Personal für diesen Aufgabenbereich unverändert, auch anderswo. Jedoch wird die Verwaltung optional ermächtigt, nicht ausgeschöpftes Landesgeld zur befristeten Aufstockung der bestehenden Stellen (je 0,75) an der Regelschule Goetheschule und der Geschwister-Scholl-Schule oder in der Gemeinschaftsschule in der Oststadt einzusetzen.

Mehr Sachkostenzuschussfür drei Schulen

Die im Konzept festgelegte Sachkostenpauschale pro Schule von 4000 Euro soll für die Regelschule Wartburgschule, für das Berufsbildungszentrum und in Eisenach-Nord um jeweils 2000 Euro erhöht und insbesondere für die Anschaffung von Kommunikationstechnik, Erstausstattung, Arbeitsmaterialien für die Beschäftigten und zusätzliche Veranstaltungen eingesetzt werden, besagt der Beschluss.

Wie und ob die zusätzliche Förderung der Schulsozialarbeit über das 2020 Bestand hat, könne das Land derzeit noch nicht zusichern. Nur im rot-rot-grünen Koalitionspapier ist diese Förderung verankert.

Der Jugendhilfeausschuss erfuhr in seiner Sitzung am Donnerstag, dass an der Verschmelzung der Verwaltungen von Stadt und Wartburgkreis auch im Bereich Jugend/Soziales gearbeitet wird, es dabei aber erhebliche Schwierigkeiten gibt. Sozialamtsleiter Viola Stephan teilte mit, dass die Software der beiden Verwaltungen nicht kompatibel und die Übertragung der Flut von Daten deshalb schwierig ist. Der Wartburgkreis müsse der Stadt in dieser Frage deshalb personell oder finanziell unter die Arme greifen.

Der Jugendhilfeausschuss beschloss in seiner jüngsten Sitzung zudem eine neue Geschäftsordnung. In dieser Debatte wurde der vereinzelte Wunsch laut, dass auch die sogenannten sachkundigen Bürger, die eine beratenden Funktion haben, Anträge einbringen können. Die Experten des Sozialamtes machten allerdings deutlich, dass dies das Gesetz verbiete. Sachkundige Bürger müssen für entsprechende Initiativen also weiter ein gewähltes Ausschussmitglied als Unterstützer gewinnen.

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