Tageslichttauglich leben

Geistliches Wort. Prediger Martin Weidner aus Eisenach über Taten und Worte.

Prediger Martin Weidner

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Als „tageslichttauglich“ werden manchmal Menschen bezeichnet, die sich ihres Aussehens wegen nicht zu verstecken brauchen. Sie sind attraktiv und können sich sehen lassen. Mit entsprechender Kleidung und Kosmetik lässt sich da allerhand machen …

Der Apostel Paulus fordert in seinen Briefen die Christen dazu auf, „tageslichttauglich“ zu leben. Er meint allerdings damit weniger unser Outfit, sondern unser Verhalten, unser Tun und Lassen. Denn daran kann man erkennen, was in uns steckt – oder besser: wovon wir bewegt sind. So ist der Satz aus dem Brief an die Christen in Ephesus zu verstehen: „Lebt als Kinder des Lichts; die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit.“ (Epheser 5,8b.9)

Paulus spricht von Taten und Worten, die das Licht der Öffentlichkeit nicht scheuen müssen. Es sind solche Taten und Worte, die Jesus Christus – der sich als das „Licht der Welt“ bekannt gemacht hat – glaubwürdig repräsentieren. Aber sind wir dazu überhaupt in der Lage?

Interessanterweise hält sich Paulus nicht bei den dunklen Machenschaften auf, die er durchaus kennt. Er weiß, dass auch Christen eine lichtscheue Vergangenheit haben können. Aber sie haben es gewagt, sich dem Licht von Jesus Christus auszusetzen. Ihm können wir ungeschminkt entgegentreten und werden dennoch nicht bloßgestellt. Dieses Licht ist notwendig, wenn Dinge bereinigt werden müssen, das ist vor dem Spiegel im Badezimmer nicht anders als vor dem Spiegel unseres Gewissens.

So hilft uns das Licht von Jesus Christus, in unserem Auftreten integer zu sein. In seinem Licht leuchten die Eigenschaften auf, die sich wirklich sehen lassen können: Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit. „Lebt tageslichttauglich – lebt so, dass die Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit von Jesus aus euch strahlen!“ Darüber nachzudenken und sich damit zu beschäftigen ist eine bleibende, aber lohnende Aufgabe.

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