Theatergruppe sucht Zeitzeugen aus der Wartburgregion

Eisenach.  Künstlergruppe „Das Letzte Kleinod“ kommt mit Theaterzug zur Aufführung von „Komme bald!“ nach Wartha.

Die Künstlergruppe „Das Letzte Kleinod“ kommt im Sommer mit dem Theaterzug zur Aufführung von „Komme bald!“ zum alten Grenzbahnhof Wartha. Damit thematisiert das Dokumentartheater die Leiden von Kriegsheimkehrer aus russischen Strafgefangenenlagern nach dem Zweiten Weltkrieg.

Die Künstlergruppe „Das Letzte Kleinod“ kommt im Sommer mit dem Theaterzug zur Aufführung von „Komme bald!“ zum alten Grenzbahnhof Wartha. Damit thematisiert das Dokumentartheater die Leiden von Kriegsheimkehrer aus russischen Strafgefangenenlagern nach dem Zweiten Weltkrieg.

Foto: Ingo Wagner

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Über ein außergewöhnliches Theaterprojekt im Sommer dieses Jahres dürfen sich Geschichts- und Kulturinteressierte freuen. Die Künstlergruppe „Das Letzte Kleinod“, die in den zurückliegenden Jahren bereits verschiedene Eisenbahntheaterprojekte realisierte, beabsichtigt voraussichtlich, Anfang Juli auf dem einstigen Grenzbahnhof Wartha das Stück „Komme bald!“ aufzuführen. Das Ensemble thematisiert darin Schicksale deutscher Kriegsheimkehrer aus sowjetischen Strafgefangenenlagern. „Wartha ist unser Wunschort – es ist ein authentischer Ort, hier kamen Spätheimkehrerzüge durch“, sagt Lina von Kries.

Die Regieassistentin sucht für die Entwicklung des Textes ehemalige Kriegsheimkehrer, die den Theaterleuten ihre Geschichten erzählen würden. „Vielleicht gibt es auch Ehefrauen oder Kinder von Kriegsheimkehrern, die von der Rückkehr ihrer Männer und Väter berichten könnten“, hofft die Theatermacherin auf entsprechende Hinweise aus der Wartburgregion. Für die nächste Woche verabredeten sich die Theaterleute bereits zu ersten Gesprächen mit Zeitzeugen aus der Region und wollen das Bahnhofsgelände von Wartha inspizieren.

Die Tournee, die das Ensemble im ozeanblauen Zug mit einer Gesamtlänge von 130 Metern durch mehrere Bundesländer führt, startet im Juni mit der Premiere des Schauspiels „Komme bald!“ in Frankfurt/Oder. In Thüringen seien bislang sechs Aufführungen geplant, wobei einige Vorstellungen voraussichtlich auch an einem anderen Spielort stattfinden. Dies entscheide sich in den nächsten Wochen. „Es sind auch Schulklassen-Vorstellungen geplant. Lehrer können sich gern an uns wenden“, ermuntert Lina von Kries. Im vergangenen Jahr gastierte Deutschlands einziger Theaterzug mit dem Stück „Spitzkehre“ am Bahnhof Rennsteig bei Ilmenau. Damals suchten die Theatermacher Zeitzeugen zu einer Epoche, als in Stützerbach noch Hunderte Menschen in der Glasindustrie arbeiteten.

Weitere Informationen unter www.das-letzte-kleinod.de oder Telefon: 0170/9875 903

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