Ungarischer Wein für Eisenacher

Eisenach/Sarospatak  Eisenacher Delegation mit 43 Teinehmern auf der Reise in die ungarische Partnerstadt Sarospatak. Besuch im Haus der Heiligen Elisabeth

Neugier und Unternehmungslust eint die Eisenacher Reisegruppe auf dem Weg nach Sarospatak

Neugier und Unternehmungslust eint die Eisenacher Reisegruppe auf dem Weg nach Sarospatak

Foto: Christina Reißig

In jedem Jahr wird in der Weinbauregion rund um Eisenachs ungarische Partnerstadt Sarospatak ein besonderes Tröpfchen aus den Reben kreiert. Die 27 Bürgermeister, darunter eben auch Sarospataks Rathauschef Janos Aros, lassen eine spezielle Abfüllung herstellen: Den „27 - Polgarmesterek Bora“. Es handelt sich diesmal um einen halbtrockenen Weißwein, und er schmeckt. Dies findet zumindest Sebastian Krieg und steht mit dieser Meinung nicht allein. Er gehört zur 43-köpfigen Reisegruppe aus Eisenach und der Region, die derzeit in Sarospatak weilt und diesen Tropfen bei einem Treffen mit den Bürgermeister genießen durfte.

„Wir wollen die Verbindung mit unserer ungarischen Partnerstadt Sarospatak weiter vertiefen und auf eine noch breitere Basis stellen. Je mehr Eisenacher die Freundlichkeit der Menschen sowie die Schönheiten der Stadt und der Landschaft dort kennenlernen, umso so tiefer wird die Partnerschaft“ , fanden Heike Apel-Spengler und Sandor Kis.

Daher hatten die für Städtepartnerschaften zuständige städtische Beigeordnete und der für sein Engagement für die Partnerschaft mit Sarospatak von der Stadt Ausgezeichnete mit dem Städtepartnerschaftsverein eine zehntägige Busfahrt in das ungarische Weinbaugebiet angeboten. Und die Plätze im Vier-Sterne-Bus waren schnell weg.

Weinprobe als Start für den Aufenthalt

Mit den Etappenzielen Wien und Budapest (jeweils mit einer Übernachtung und Zeit für kleine Stadterkundungen) erreichte der Bus nach einem Zwischenstopp am Schloss Gödöllö, der Sommerresidenz von Sissi, Sarospatak. Eine Weinverkostung im Simkos Weinkeller bildete den Auftakt für den süffigen Aufenthalt.

Aber vor allem ging es darum die Partnerstadt zu erkunden, und Land und Leute kennenzulernen. Ein wichtiger Anlaufpunkt war natürlich das Elisabeth-Haus. Die berühmte Heilige ist es ja, die die beiden Städte Eisenach und Sarospatak besonders verbindet. In Ungarn geboren, lebte und wirkte sie eben viele Jahre auf der Wartburg. Eröffnet wurde Haus im Jahr 2007, das europaweit als Elisabeth-Jahr zu ihrem 800. Geburtstag gefeiert wurde.

Einige Reliquien, Altarbilder und vieles mehr finden sich im Haus. Davor steht eine Skulptur, die die Landgräfin Elisabeth mit Landgraf Ludwig zeigt. Die Reisegruppe aus Eisenach hinterließ auch dort Spuren, nämlich in Form des Eintrages ins Gästebuch des Museums.

Zudem standen für die Mitreisenden die weiteren Schönheiten und Sehenswürdigkeiten der Stadt mit der Rakoczi-Burg, dem Museum, der Basilika und der Großen Bibliothek auf dem Besuchsprogramm. Weitere Ausflüge waren in das wohl berühmteste Weinbaugebiet Ungarns, nach Tokaj, im Angebot, aber auch in die slowakische Stadt Kosice mit ihren Bezügen zur Heiligen Elisabeth oder in die herrliche Natur, so zum etwa 300 Meter hoch gelegenen Bergsee Megyer-Hegyi, in den Hortobagy-Nationalpark oder zur einer Kutschfahrt im größten Steppengebiet Mitteleuropas, der Puszta.Und eben immer wieder mal ein Pröbchen guten Weines, etwa im Schwabendorf Hercgkut. Die in den Berg gehauenen Weinkeller gehören zum Unesco-Weltkulturerbe.

Am Donnerstag werden die Eisenacher Ungarn-Reisenden wieder in der Wartburgstadt erwartet. Auf der Rückfahrt gibt es eine Zwischenübernachtung in Bratislava mit einer zweistündigen Stadtführung durch die slowakische Hauptstadt. Die Grüße von Sarospataks Bürgermeister Jakos Mros hat Sandoz Ais dabei auch im Gepäck – und natürlich ein wenig Wein.

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