Von Frauenwahlrecht und einem Grenzdurchbruch

Gerstungen.  Der große Begriff „Demokratie“ ist die Klammer, die eine Ausstellung zum Frauenwahlrecht und einen Vortrag eines ehemaligen DDR-Grenzsoldaten verbindet.

Eine Schautafel in der Ausstellung zum Frauenwahlrecht im Werratal-Museum Gerstungen berichtet von der politische engagierten Ida Schade aus Gerstungen.

Eine Schautafel in der Ausstellung zum Frauenwahlrecht im Werratal-Museum Gerstungen berichtet von der politische engagierten Ida Schade aus Gerstungen.

Foto: Jensen Zlotowicz

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Die 1875 in Gerstungen geborene Ida Schade gehörte 1919 zu den vier Frauen, die erstmals in den Gothaer Stadtrat gewählt wurden. Über die politische Tätigkeit Schades auf der „Unpolitischen Liste“ ist nichts bekannt. Ein Jahr lang war sie in der Weimarer Republik im Rat vertreten. Die nie verheiratete Frau starb 1963 in Gotha. Diese Randnotiz und viele andere Informationen hat eine Ausstellung parat, die derzeit im Werratal-Museum Gerstungen zu sehen ist. Ihr Titel: „Nur 100 Jahre – Die Aktualität von Frauenwahlrecht und Frauenpolitik“. Die Ausstellung spannt den Bogen von Gotha nach Gerstungen und von der Vergangenheit in die Gegenwart. Über allem schwebt die Demokratie als das vor 100 Jahren erstmals errungenes Gesellschaftssystem. Fingerzeig zum Jubiläum „30 Jahre Mauerfall“ war ein Vortrag von Dietmar Schultke im Museum. Der ehemalige Grenzer, der unfreiwillig in der Grenzkompanie in Eisenach seine Grundausbildung erfahren hatte, berichtete über „die Grenze, die uns teilte“. Das Thema Frauen in der NVA, eine Art Anknüpfungspunkt zur Ausstellung, ist noch so gut wie nicht beleuchtet. Eine Frage aus dem Publikum hatte darauf abgezielt.

Die DDR ist für Schultke ein Unrechtsstaat

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