War nix mit „surr-zisch“

Peter Rossbach schreibt über alt und modern.

Peter Rossbach

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Foto: Norman Meißner

Keine Sorge, hier kommt jetzt nicht Klage, dass früher alles besser war. Das stimmt ja ohnehin nicht, aber es war eben anders. Also beispielsweise in den Zeiten als es noch keiner Handys bedurfte, um sich zu verabreden. Da war eben einfach klar, um 14 Uhr ist Treffpunkt am „Platz der vier Nationen“, Aki bringt den Ball mit und dann wird gekickt bis die Kirchturmuhr 18 Uhr schlägt. Fertig.

Heute ist das alles moderner. Wenn wir bislang etwa in unser Pressehaus wollten, dann hatte jeder einen Schlüssel mit so Löchern drin. Der wurde an den in der Handwand befindlichen Transponder gehalten. Dann machte es „surr-zisch“ und die Tür öffnete sich wie von Geisterhand.

Das tat sie immer – bis neulich. Da antwortete die Tür mir nicht mit „surr-zisch“, sondern blieb stumm. Noch schlimmer: Sie blieb auch zu. Und das dann eben nicht nur bei mir, sondern auch bei allen anderen Kollegen. Und so kam es zu einer gewissen Rudelbildung vor der Tür. War lustig, aber nicht so wirklich produktiv.

Der Schlüsseldienst kam flott und wir somit auch wieder rein. Die Transponderschlüssel wurden alle eingesackt und wir erhielten für den Übergang neue Schlüssel. Und das ist auch nix „surr-zisch“, sondern nach guter alter Sitte, wir der Schlüssel ins Schloss gesteckt und gedreht. So geht es eben auch.