Erst Bänderanriss, dann Zehenbruch: Science City Jena mit positiver Zwischenbilanz trotz Verletzungsmisere

Jena  Das Verletzungspech bleibt Basketball-Bundesligist Science City Jena hold. Selbst Trainer Björn Harmsen hat es erwischt.

Jenas Trainer Björn Harmsen am Spielfeldrand. Derzeit kuriert er allerdings einen Zehenbruch aus.

Foto: Sascha Fromm

Glück und Science City Jena: Das passte in diesem November nur selten zusammen. Thüringens Basketball-Nummer eins musste in der Bundesliga drei Niederlagen quittieren. Erst den verlorenen Overtime-Krimi gegen Bremerhaven (87:98), später noch eine Niederlagen zu Hause gegen Ulm (80:85) und das deutliche 67:99 beim Mitfavoriten auf den Meistertitel aus Bamberg. Zumindest in Göttingen landeten die Saalestädter einen 88:81-Erfolg.

Trainer Björn Harmsen zieht in der Länderspielpause mit Blick auf die ersten acht Spiele im deutschen Oberhaus aber ein positives Fazit. „Solange wir nicht auf Rang 17 oder 18 stehen, bin ich zufrieden“, sagte er unserer Zeitung. Sein Team ist Tabellen-13., kann aktuell zwei Siege mehr als der Mitteldeutsche BC und die Crailsheim Merlins auf den Abstiegsrängen vorweisen.

Dennoch hätte das Polster größer sein können. „Gegen Bremerhaven und Ulm hätten wir gewinnen können“, sagt Kapitän Derrick Allen, der sich insgesamt aber auch zufrieden beim Zwischenfazit zeigt. Er und sein Trainer wissen, die Niederlagen hatten Gründe. Gegen Bremerhaven beispielsweise fehlte Jamar Abrams, der sich in der Vorbereitung verletzt hatte. Als er gegen Göttingen erstmals in dieser Saison mitwirkte, war er einer der Erfolgsgaranten beim Sieg gegen den Mitkonkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt. Allerdings zog sich Center Oliver Mackeldanz einen Bluterguss zu und wurde anschließend bei der Ulm-Niederlage schmerzlich vermisst. Auch Aufbauspieler Martynas Mazeika fehlte zwischenzeitlich wegen eines Cuts am Auge.

Gegen Bamberg nun musste Kapitän Allen verletzt raus – Bänderanriss. „Ich hoffe, er wird schnell wieder fit. Gerade die Ausfälle von Derrick und Oliver können wir nicht eins zu eins ersetzen“, sagt Harmsen, der nur zwei Center im Kader hat. „Gegen Bayern will ich aber wieder mitspielen“, gibt sich sein Kapitän kämpferisch. Der Meister aus München ist Jenas nächster BBL-Gegner und am Sonntag, 9. Dezember, zu Gast in der Arena in Jena-Burgau.

Von all dem Verletzungspech der letzten Wochen blieb selbst Jenas Trainer nicht verschont. Er musste am Dienstag zum Röntgen, weil er beim Krafttraining mit dem Zeh an einer Hantel hängen geblieben war. Die Diagnose lautet: Bruch.

Harmsen nimmt es sportlich: „Zum Glück muss bei mir nichts operiert werden.“ Er kann sein Team also weiter wie bisher betreuen. Für die restlichen fünf Partien in diesem Jahr habe er sich nichts Spezielles vorgenommen. „Wir schauen von Spiel zu Spiel, was möglich ist.“ Über dem Strich bleiben will Science City aber auf alle Fälle. Das sollte auch machbar sein, glaubt Harmsen. Zumindest dann, wenn die Verletzungsmisere endlich ein Ende findet.

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