Linke nominieren Ralph Lenkert aus Jena

Jena.  Bei der Bundestagswahl 2021 soll Lenkert das Direktmandat möglicherweise gegen Mike Mohring holen. Ein Ziel ist die Verlängerung der Pfefferminzbahn nach Jena.

Ralph Lenkert nach der Aufstellungswahl in Jena.

Ralph Lenkert nach der Aufstellungswahl in Jena.

Foto: Thomas Beier

Die Linke schickt Ralph Lenkert als Bewerber um das Direktmandat im Bundestags-Wahlkreis Jena/Sömmerda/Weimarer Land I ins Rennen. Bei der Aufstellungsversammlung im Jenaer Volksbad am Sonnabend erhielt er 100 Prozent der Vertreter-Stimmen. Lenkert, der bei der letzten Bundestagswahl das beste Thüringer Ergebnis bei der Linken eingefahren hatte, war der einzige Bewerber.

In einer kämpferischen Rede warb Lenkert dafür, Soziales und Umwelt zusammen zu denken. Wichtiges Thema für ihn werde die bessere verkehrliche Anbindung der Region sein, wobei die Aktivierung der von Sömmerda kommenden Pfefferminzbahn über Buttstädt hinaus bis nach Großheringen, Bad Sulza und Jena ein wichtiges Anliegen ist.

Die Klimadebatte soll vor allem eine regionale sein, wo es die Probleme sozial zu lösen gelte. Die Delegierten äußerten die Hoffnung, dass der bodenständige und straßenwahlkampferfahrene Kandidat in den ländlichen Regionen ebenso überzeugen kann wie in den Städten.

Bei der Wahl im Herbst 2021 wird Lenkert möglicherweise Mike Mohring von der CDU gegenübersehen, den viele Linke wegen seiner Beteiligung an der Thüringer Regierungskrise 2020 keine Karriere im Bund wünschen. Lenkert versprach, im Falle seiner Wahl weiterhin auch für logische Entscheidungen zu stehen.

Zur Wahrscheinlichkeit, dass er das Direktmandat im Wahlkreis 191 holt, sagte der bekennende Fan des Jenaer Fußballclubs FC Carl Zeiss nach der Wahl unserer Redaktion: „Die Chancen sind genauso so groß, wie dass der FCC den Wiederaufstieg schafft!“