4000 Gäste auf Burg Gleichenstein

Wachstedt  Der Burgherr verdoppelt die Kollekte aus dem ökumenischem Gottesdienst zum Tag des offenen Denkmals und spendet an den Kindergarten Wachstedt.

Christoph Weidner (rechts) führte pausenlos die Gäste über die Burg Gleichenstein.

Christoph Weidner (rechts) führte pausenlos die Gäste über die Burg Gleichenstein.

Foto: Claudia Gunkel

„Abgemalte Buntstifte, Fransen am Mund und Parkplatznot.“ Mit diesen drei Stichpunkten fasst Christoph Weidner den Tag des offenen Denkmals auf der Burg Gleichenstein zusammen. Es war das eingetreten, was er und sein Team nicht für möglich gehalten hätten: mehr als 4000 Besucher nutzten den Schautag, um sich auf dem Gelände umzusehen.

Erstmals durften sie auch einen Blick in den Fernsehraum und in den Festsaal der Kernburg werfen. Bis Samstag hatten Christoph Weidner, Jan Bierwirth und die guten Burggeister drumherum noch geschuftet, um alles vorzubereiten und sogar noch die Fenster zu putzen. Weidner selbst musste eine Gruppe nach der anderen führen. Im Festsaal gab es sogar noch eine kleine Ausstellung zu sehen, die sich in Bildern und Dokumenten mit der Geschichte der Burg beschäftigte.

Los ging der Tag allerdings mit einem ökumenischen Gottesdienst, gemeinsam gehalten von Pfarrer in Ruhe Reinhard Weidner und seinem katholischen Amtskollegen Pfarrer Rudolf Knopp aus Rüstungen. Und erneut zierte das provisorische Holzkreuz aus zwei Burgbalken den Altar. „Das Kreuz werden wir konservieren“, sagt Christoph Weidner. „Und wenn irgendwann einmal auch die Burgkapelle fertig ist, dann wird es dort aufgestellt und geweiht.“ Bei der kleinen Kollekte kamen 82,50 Euro zusammen. Diesen Betrag will der Burghüter verdoppeln und dann an den Kindergarten Wachstedt spenden. „Kinder sind nun einmal unsere Zukunft.“ Die kleinen Gäste konnten Sonntag Malvorlagen der Burg ausmalen. „Von den Buntstiften ist kaum noch etwas übrig“, lacht Weidner. Die Gäste informierten sich zudem gern über die Zukunftspläne und testeten die ersten Hanfprodukte aus der Manufaktur. Dazu gab es natürlich auch noch mehr Kulinarisches zur Verpflegung.

„Voriges Jahr war es immer wieder einmal voll, Sonntag war es immer gleich voll“, ist das Team der Burg überwältigt. Die Gäste fanden kaum noch Parkplätze und nahmen längere Fußmärsche in Kauf. Auch nach Graf Ernst, dem Kater, wurde oft gefragt. „Der machte sich, als es ihm zu bunt wurde, aus dem Staub und kam abends, als sich der Trubel gelegt hatte, wieder zum Kuscheln zurück...“

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