Ausgaben für Schülerbeförderung steigen weiter

Landkreis.  Der Entwurf des Schulnetzkonzepts für den Unstrut-Hainich-Kreis befasst sich auch mit Fahrkosten und -zeiten für die Schüler.

Die Busse des Regionalverkehrs bewältigen auch die Schülerbeförderung. Die Ausgaben dafür steigen im Unstrut-Hainich-Kreis weiter an.

Die Busse des Regionalverkehrs bewältigen auch die Schülerbeförderung. Die Ausgaben dafür steigen im Unstrut-Hainich-Kreis weiter an.

Foto: Daniel Volkmann

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Fast konstant ist die Zahl der Schüler, die im Unstrut-Hainich-Kreis mit dem öffentlichen Nahverkehr zum Unterricht kommen. Gleichzeitig steigen die Kosten dafür. Das geht es dem Entwurf des Schulnetzplans hervor, der zur Zeit im Kreistag debattiert wird.

Fast 3500 Schüler werden demnach zur Zeit im Kreis in Bussen befördert. Vor acht Jahren waren es fast 3600, der niedrigste Stand wurde 2014/15 mit 3110 verzeichnet. Wobei aktuell mehr Regel- und Gemeinschaftsschüler befördert werden, während die Zahl bei den Gymnasiasten und – noch deutlicher – bei den Grund- und Förderschülern mit Blick auf die zurückliegenden Jahre gesunken ist.

Zu den die Kosten: Die Ausgaben für diesen Bereich stiegen von einst knapp 2,4 Millionen Euro auf heute rund 3,1 Millionen Euro pro Jahr. Der Kreis muss diese Ausgaben als Schulträger zum großen Teil selbst tragen. Wobei der Zuschussbedarf dank steigender Landeszuschüsse über die Jahre fast konstant geblieben ist. Fast 2,5 Millionen Euro gibt der Kreis aus eigenen Mitteln für die Schülerbeförderung dazu – vor neun Jahren waren es 2,4 Millionen Euro.

Prognostiziert werden aber weiter höhere Ausgaben: Durch sinkende Schülerzahlen und gleichzeitig Fahrpreiserhöhungen im Nahverkehr sei von „einer Kostensteigerung für die Schülerbeförderung auszugehen“, heißt es in dem Konzept.

Das neue Schulgesetz des Landes, das Mitte 2019 in Kraft trat, macht nicht nur Mindestvorgaben für die künftigen Schulgrößen, sondern auch für die maximale Zeit, die der Schulweg betragen soll. Unverändert sind dabei für Regelschulen zwei mal 45 Minuten die Obergrenze, bei Gemeinschaftsschulen und Gymnasien je eine Stunde für Hin- und Rückweg. Nur bei Grundschulen wurde der Wert auf zwei mal 35 Minuten angehoben, statt bisher je einer halben Stunde.

Diese Werte werden laut Plan im Kreis durchweg erreicht, rechnet man den Weg zur jeweils nächstgelegenen Schule. Die weitesten Grundschulwege haben Urleben (32 Minuten) und Bollstedt (33); bei den Regelschulen liegt der Höchstwert bei Altengottern mit je 36 Minuten Fahrzeit. Bei den Gymnasien haben Hornsömmern (49 Minuten) und Urleben (48) die höchsten Zahlen.

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