Bad Langensalza: Abwasserverband erhöht Gebühren

Bad Langensalza.  Nach Neukalkulation Anstieg beschlossen. Mehrbelastung von wenigen Euro für Durchschnittshaushalte. Regelung gilt bis 2023.

Die Kläranlage in Bad Langensalza entsorgt einen großen Teil der Abwässer aus dem Verband Mittlere Unstrut.

Die Kläranlage in Bad Langensalza entsorgt einen großen Teil der Abwässer aus dem Verband Mittlere Unstrut.

Foto: Jens König

Die Abwassergebühren im Zweckverband Mittlere Unstrut steigen, rückwirkend zum 1. Januar 2020. Die vor einem Jahr angekündigte und von der Verbandsversammlung beschlossene Erhöhung ist mit erfolgter Bekanntmachung in Kraft getreten.

Die Jahresgrundgebühr für die kleinste Zählergröße – sie betrifft die meisten Haushalte – steigt von 132 auf 138 Euro. Dazu kommt eine vom Wasserverbrauch abhängige Gebühr von 1,92 Euro pro 1000 Liter. Das sind drei Cent mehr als bisher. Wer eine abflusslose Klärgrube leeren lässt, muss künftig 21,35 statt 15,20 Euro je Kubik zahlen. Die Regenwassergebühr sinkt hingegen von 49 auf 46 Cent für jeden Kubikmeter.

Neu in die Satzung eingefügt wurde eine Ausnahmeregelung für Kleingartenanlagen. Sie bleiben damit von der Erhebung von Grundgebühren befreit. Die Grundgebühr für die Abwasserentsorgung richtet sich nach der Zählergröße für Wasser – denn wer Trinkwasser aus dem öffentlichen Netz bezieht, muss für die selbe Menge Abwassergebühren zahlen. Dazu kommen Häuser mit Klärgruben, für deren Entsorgung es eigene Tarife gibt, wie auch für Regenwasser, das vom Grundstück in den Kanal fließt. Wer am Ende wie viel mehr bezahlt, hängt von der individuellen Gebührenberechnung ab. Die Mehrbelastung für Durchschnittshaushalte belaufe sich jedoch auf wenige Euro im Jahr, hieß es in der Verbandsversammlung.

Die neuen Sätze gelten bis ins Jahr 2023. Sie basieren auf Berechnungen, die in der Versammlung vorgestellt wurden. Wie der kaufmännische Werkleiter Mario Putzar sagte, dürfe der Verband am Ende weder Gewinne erzielen noch Verluste machen, sondern müsse kostendeckend arbeiten. „Deshalb „haben wir auch keine andere Wahl, als diese Entscheidung zu treffen“, sagte der Verbandsvorsitzende Matthias Reinz.

Der Verband Mittlere Unstrut entsorgt das Abwasser aus rund 40.000 Haushalten in gut 40 Orten der Region um Bad Langensalza. Sein Gebiet reicht bis in die Kreise Gotha und Sömmerda.