Bad Langensalza empfiehlt leichte Erhöhung der Kita-Beiträge

Bad Langensalza.  Der Stadtrats Bad Langensalza empfiehlt am Mittwochabend eine leichte Erhöhung der Kita-Beiträge. Die Stadträte stimmen dem Vorschlag der Fraktion Wir, Bürgerliste/FDP und BLU zu und folgen Appell der Eltern.

In Bad Langensalza soll der Besuch des Kindergartens im kommenden Jahr für die Eltern teurer werden. Die Empfehlung gab der Stadtrat Mittwochabend.

In Bad Langensalza soll der Besuch des Kindergartens im kommenden Jahr für die Eltern teurer werden. Die Empfehlung gab der Stadtrat Mittwochabend.

Foto: Daniel Volkmann / TA

Ab dem 1. Januar 2021 sollen in Bad Langensalza neue Kindergarten-Gebühren gelten. Am Mittwochabend stimmte der Stadtrat mehrheitlich für einen Vorschlag der Fraktionen Wir, Bürgerliste/FDP und „Bad Langensalza und Umland“ (BLU). Dieser Beschluss ist eine Empfehlung an die freien Träger, welche die Höhe der Elternbeiträge für ihre Kitas festlegen.

In den Jahren 2021 bis 2022 gilt nun folgende Empfehlung: Für die Ganztagsbetreuung werden 170 Euro monatlich fällig, halbtags 110 Euro. In den Jahren 2023 und 2024 beträgt der Elternbeitrag für die Ganztagsbetreuung monatlich 190 Euro und für die Halbtagsbetreuung 120 Euro. Alle Zahlen beziehen sich auf das erste Kind in einer Einrichtung.

Der Entscheidung war eine intensive Diskussion vorausgegangen. Viele Bürger folgten dem Aufruf von Elternvertretern, im Vorfeld der Ratssitzung ein symbolisches Zeichen für Familien zu setzen. Vor dem Kultur- und Kongresszentrum Bad Langensalzas, in dem der Stadtrat tagte, wurden am Abend viele Stofftiere aufgereiht.

Während der Sitzung gab es einen Änderungsvorschlag der Stadtverwaltung, mit leicht niedrigeren Beiträgen als bisher vorgeschlagen. Auch die Fraktionen SPD-Grüne und Linke sowie die CDU brachten eigene Vorschläge ein, die sich teils nur um geringe Euro-Beträge unterschieden oder sich nur auf zwei statt vier Jahre bezogen. Die jetzt empfohlene Höhe der Elternbeiträge entspricht im Wesentlichen jenem Vorschlag, den Elternvertreter zuletzt in einem offenen Brief an den Bürgermeister und die Stadträte einbrachten.