Bemalte Steine für ein Lächeln in außergewöhnlicher Zeit

Marolterode.  Bemalte Steine am Wegrand sollen Kindern ein Lachen schenken. Altenpflegerin aus Marolterode spricht von neuem Trend.

Steffi Hecker aus Marolterode bemalt Steine. Die Idee hat sie sich zur Kur in Ostfriesland geholt.

Steffi Hecker aus Marolterode bemalt Steine. Die Idee hat sie sich zur Kur in Ostfriesland geholt.

Foto: Daniel Volkmann

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Seit einigen Tagen sorgen bunte Steine am Radweg zwischen Marolterode und Schlotheim für Aufsehen. Gut sichtbar für aufmerksame Radfahrer und Fußgänger sollen sie dem Entdecker ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Ein neuer Trend, vor allem für Kinder. Altenpflegerin Stefanie Heckert aus Marolterode brachte ihn mit in den Landkreis. Bei einer Mutter-Kind-Kur auf der ostfriesischen Insel Borkum seien die Altenpflegerin und ihrer Tochter Luisa erstmals auf die leuchtend verzierten Steine am Wegesrand aufmerksam geworden.

„Der Trend geht durch das ganze Land. Die Finder fotografieren die Steine und stellen das Bild später in ein soziales Netzwerk im Internet“, sagt die 36-Jährige. Auch ihrer Tochter Luisa habe die Suche während der Kur viel Freude bereitet. Zurück in Marolterode seien beide auf die Pirsch gegangen, um nach bemalten Steinen Ausschau zu halten – sie fanden keine. Beide entschlossen sich daraufhin, den Trend in den Landkreis zu holen.

Allein in der vergangenen Woche bemalte die Altenpflegerin gemeinsam mit ihrer Tochter 36 Steine. Verziert mit kleinen Landschaften, Komikfiguren und lustigen Gesichtern. „Bei der Gestaltung der Steine sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt“, sagt Heckert. Wichtig sei das die Steine ausschließlich mit Acrylfarben bemalt werden. Im Anschluss könne man sie mit einem umweltfreundlichen Klarlack behandeln, so würden sie dauerhaft vor Witterungseinflüssen geschützt.

Sie möchte die Leute aber nicht dazu aufrufen, in Scharen raus zu laufen und nach Steinen zu suchen, der jungen Frau geht es vor allem um eine sinnvolle Beschäftigung mit den Kindern. Gerade in der aktuellen Situation wäre es wichtig, etwas gemeinsam mit den Kindern zu erleben. Dies könne man bequem von zu Hause aus machen und die Steine später bei einem Familienspaziergang auslegen.

Die bunten Steine sollen künftig aber nicht nur in Ortsnähe zu finden sein. Die Altenpflegerin ist auch mit dem Fahrrad auf den Radwegen der Region unterwegs, wo sie ebenfalls Steine gut sichtbar platzieren will. Sie möchte vor allem den Kindern ein Lächeln in einer außergewöhnlichen Zeit ins Gesicht zaubern. In Marolterode hat der Trend bereits Nachahmer gefunden.

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