Corona verhindert Berufsorientierung

Besonders im Bereich Hotel- und Gastronomie wurden weniger freie Ausbildungsstellen gemeldet.

Besonders im Bereich Hotel- und Gastronomie wurden weniger freie Ausbildungsstellen gemeldet.

Foto: Alexander Volkmann

Unstrut-Hainich-Kreis.  Im Unstrut-Hainich-Kreis sind noch viele Jugendliche ohne Lehrstelle. Gleichzeitig gibt es mehr Lehrstellen als Bewerber.

Die Corona-Pandemie hinterlässt deutliche Spuren auf dem Ausbildungsmarkt. So haben sich laut Agentur für Arbeit ein Zehntel weniger Jugendliche als im Vorjahr gemeldet, die eine Ausbildungsstelle suchen. Die Berufsorientierung ist aufgrund des Lockdowns erschwert: Betriebspraktika fallen aus, die persönliche Beratung ist nicht möglich, Messen und Berufsorientierungsveranstaltungen erfolgen nur online. Dennoch gibt es eine positive Nachricht: es gibt mehr Ausbildungsstellen als Bewerber. Rein rechnerisch steht also für jeden Jugendlichen eine Lehrstelle zur Verfügung. Allerdings stimmen die Angebote nicht immer mit den Interessen der Jugendlichen überein. Ziel sei es, jedem Jugendlichen mindestens ein konkretes Angebot zu unterbreiten, sagt Ina Benad von der Agentur für Arbeit Gotha.

Seit Oktober haben sich im Unstrut-Hainich-Kreis 345 junge Menschen gemeldet, die eine Lehrstelle suchen, 49 weniger als im Vorjahr. Davon sind noch 216 auf der Suche. Auch bei den Ausbildungsstellen ist ein Rückgang zum Vorjahr zu verzeichnen. Die Unternehmen meldeten seit Oktober 438 Ausbildungsplätze, 20 weniger als im Vorjahr. Aktuell sind noch 292 Lehrstellen frei.

Berufsberatung für Jugendliche unter Telefon: (03621) 421400