Das älteste Stadtviertel Mühlhausens

Mühlhausen.  Filmemacher Thomas Peter stellt die Geschichte der Vorstadt St. Georgi und des Forstbergviertels in Mühlhausen vor.

Kirchenrechtlich gehörte auch das Forstbergviertel zur Georgi-Vorstadt, hier eine Aufnahme vom Aktivistenring von 1985.

Kirchenrechtlich gehörte auch das Forstbergviertel zur Georgi-Vorstadt, hier eine Aufnahme vom Aktivistenring von 1985.

Foto: Thomas Peter

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Bisher hat sich der Mühlhäuser Thomas Peter bei seinen Filmprojekten auf die Innenstadt beschränkt. Vor allem historische Fotoaufnahmen trägt er dafür zusammen, unterlegt mit gesammelten Informationen. Aber Mühlhausen habe noch fünf Vorstädte, von denen eine nun näher beleuchtet werden solle. Sankt Georgi dürfte die älteste Vorstadt sein, sagt Thomas Peter, handele es sich doch um die älteste Besiedlungsfläche der Stadt. Viele Gebäude und Anlagen von einst seien nicht mehr vorhanden. Aber ältere Mühlhäuser würden sich wohl noch daran erinnern, dass die Feldstraße eine beschauliche Vorstadtstraße war mit dem Wirtshaus „Tannhäuser“; dazu das Schauspielhaus an der nahen Burg.

Mit seinem Film will Thomas Peter die Zeit nun etwas zurückdrehen und Bilder jener Zeit zeigen. Dazu gibt es auch die Geschichte der Straßen, Gassen, Mühlen und Gaststätten sowie markanter Denkmäler. Weil rein kirchenrechtlich auch das Forstbergviertel zu St. Georgi gehört, ist auch dieses Bestandteil der Recherche gewesen. Die in den 1870er-Jahren gebaute Eisenbahnlinie Gotha – Leinefelde schnitt das damals kleine Forstbergviertel von der Stadt ab.

Erst zögerlich mit ein paar Häusern und kleinen Betrieben, setzte seit dem Ende des ersten Weltkrieges eine rasante bauliche Entwicklung ein, sagt Peter. Dazu gehörten Schmudesiedlung, Görmar und General-Fuchs-Kaserne. Der Bauboom endete vorerst zu Beginn des zweiten Weltkrieges und gänzlich Anfang der 1980er-Jahre. Seit der Wende kehrte sich die Entwicklung gar um, abgesehen von der Entstehung des Hanse-Viertels. Einige bis Mitte der 80er entstandene Plattenbausiedlungen wurden abgerissen.

Ab den 1950er-Jahren entstand das Neubaugebiet Forstbergstraße, das heute noch steht. Dort ist Thomas Peter aufgewachsen. Vielleicht kommt daher die Ambition für den Film. „Auch hier ist die Zeit nicht stehengeblieben und es hat sich viel verändert“, meint Peter.

Mittwoch, 19. Februar, 19 Uhr hat der Film Premiere im Ratskeller in Mühlhausen, Ratsstraße. 19.

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