Guten Morgen Unstrut-Hainich

Einmal am Ball

Alexander Volkmann zieht sich ab 1:0 aus der Affäre

Alexander Volkmann

Alexander Volkmann

Foto: Daniel Volkmann

Ich spiele regelmäßig Fußball. Alle die, mich besser kennen, dürften jetzt laut prusten oder sich fragend am Kopf kratzen. Aber ja, ich werde oft zum Duell herausgefordert. Mein Sohn wählt die Mannschaften von internationalem Rang und drückt aufs Knöpfchen.

Dann bekomme ich die Fernsteuerung und das Spiel kann beginnen.

Da ich allerdings keine einzige Fußballregel beherrsche, schlage ich mich mehr schlecht als recht. Manchmal gelingt es mir gerade zu ermitteln, auf welches Tor meine virtuellen Fußballer zusteuern müssen.

Das zeigt: besonders große Freude habe ich daran nicht. Meine „Leidenschaft“ für Fußball dürfte vor 30 Jahren schon Ecki Götze, damals Fußballtrainer in meinem Heimatort Grabe, bemerkt haben. Der schickte mich noch während des Probetrainings – ich glaube ich war einmal am Ball – nach Hause.

Das alles mache ich nur dem Kind zuliebe. Wenn die Lage ganz aussichtslos erscheint, also ab 1:0, nerve ich so lange mit platten Fußballsprüchen, bis es mich entlässt. Diese könnten auf mich zutreffen: „Das ist keine Zeitlupe, der läuft wirklich so langsam“ (Werner Hansch), „Mal verliert man und mal gewinnen die anderen“ (Otto Rehhagel) oder „Da geht er, ein großer Spieler; ein Mann wie Steffi Graf“ Jörg Dahlmann.