Herbsleber Agrargesellschaft vermietet Spargeldämme

Herbsleben.  Die Agrargesellschaft Herbsleben schließt mit den Interessierten Verträge für 300 Meter lange Parzellen. Es gibt schon etliche Anfragen.

Karl-Walter Hecht (rechts) im Gespräch mit Markus Görlach, der mit die  Spargeldämme herrichtet, die vermietet werden.

Karl-Walter Hecht (rechts) im Gespräch mit Markus Görlach, der mit die Spargeldämme herrichtet, die vermietet werden.

Foto: Sabine Spitzer

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Ungewöhnliche Zeiten erfordern ungewöhnliche Wege. Karl-Walter Hecht von der Agrargesellschaft Herbsleben zeigt auf ein 15 Hektar großes Feld am Rande des Ortes. Auf dem vermietet das Unternehmen jetzt in der Corona-Krise zum ersten Mal Spargelparzellen. Es gab bereits etliche Anfragen von Interessierten. Alle aktuellen Infos im kostenlosen Corona-Liveblog.

Die Idee war entstanden, nachdem Hecht von einer Frau gefragt worden war, ob sie ein Stückchen Feld mieten könne, weil sie wegen Kurzarbeit Zeit habe. „Ich habe dann überlegt, wie man das unternehmerisch aufziehen könnte“, erklärt er.

Eine Parzelle ist ein Spargeldamm und 300 Meter lang. Die Kosten: 225 Euro. Laut Hecht kommt das Unternehmen selbst bei der Vermietung mit einer schwarzen Null heraus. Denn allein ein Hektar kostet 10.000 Euro, um das Feld für die Ernte herzustellen. Nicht eingerechnet sind dabei die Ausgaben für die Landwirtschaftstechnik.

Mit den Mietern soll ein Vertrag geschlossen werden für die gesamte Spargelzeit, die am 24. Juni endet. Dazu gibt es eine Ernte-Einweisung. „Weil man mindestens fünf Kilogramm täglich pro Parzelle rausholen kann, wird sich die Gesamternte auf rund 300 Kilogramm belaufen“, sagt Hecht. Wenn die Nächte wärmer sind, können die Erträge auch zweistellig werden. Der Spargel wird zum Teil grün oder violette Färbungen haben, denn die Dämme sind nicht mit Folie abgedeckt. „Das wollten wir den Mietern nicht antun“, verweist Hecht darauf, dass sonst die Ernte noch größer werde. Er selbst mag den violetten Spargel lieber, weil er geschmacksintensiver durch die Chlorophyll-Bildung ist. Der Handel will dennoch den weißen.

Auf den anderen Feldern will das Unternehmen den Spargel selbst ernten. Wobei Hecht davon ausgeht, dass ein Teil des Edelgemüses in der Erde bleiben wird, weil Erntehelfer fehlen. „Das bedeutet einen großen wirtschaftlichen Einschnitt“, so Hecht. Auch das Spargelfest am 23. und 23. Mai wurde abgesagt.

Kontakt: 036041/ 3720 oder per Mail unter info@agherbsleben.de

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