Mehr Geld für die Mühlhäuser Ortsteile

Landkreis.  Zwischen 2 und knapp 10 Euro: Die Ortsteile und Ortschaften der Städte und Kommunen bekommen unterschiedlich viel Geld von Stadt- und Gemeinderat

Der Zuschuss der Kommunen ist unter anderem dazu gedacht, Feste wie dieses Kinderfest in Grabe auszurichten.

Der Zuschuss der Kommunen ist unter anderem dazu gedacht, Feste wie dieses Kinderfest in Grabe auszurichten.

Foto: Alexander Volkmann

Die acht Ortsteile Mühlhausens können weiter mit der finanziellen Unterstützung aus dem Rathaus planen. Auf der Bürgerversammlung in den Ortsteilen kündigte Oberbürgermeister Johannes Bruns (SPD) an, dass jedes Dorf einen Sockelbetrag von 1000 Euro bekommt, dazu noch fünf Euro pro Einwohner. Das bedeutet konkret: Der größte Ortsteil, Bollstedt (1016 Einwohner), bekäme dann 6080 Euro, der kleinste Saalfeld (167 Einwohner) 1835 Euro. Das ist mehr als in den vergangenen Jahren und mehr, als die Thüringer Kommunalordnung empfiehlt. Die schlägt fünf Euro pro Einwohner vor.

Genau so viel Zuschuss bekommen die Ortsteile in Bad Langensalza, in der Gemeinde Unstruttal und in der Landgemeinde Unstrut-Hainich. In der Landgemeinde Vogtei liegt man bei 2 Euro pro Einwohner, heißt es von Kämmerer Torsten Hartmann auf Nachfrage.

Zum Vergleich: Der Ortsteilrat vom kleinen Mühlhäuser Ortsteil Saalfeld hat, pro Einwohner gerechnet, 10,99 Euro zur freien Verfügung, in Bollstedt sind es 5,99 Euro.

In Mühlhausen bekamen die Ortsteile bisher 1000 Euro plus 3,50 Euro je Einwohner.

Zum neuen Jahr haben die Ortsteilräte dann mehr Geld zur Verfügung. Bollstedt betrachtend, sind es rund 1500 Euro mehr.

Genutzt wird das Geld in den Dörfern vielfach für die Vereinsunterstützung und für Feste, für Geburtstagspräsente oder auch, um Kränze wie zum Volkstrauertag zu bezahlen, nicht aber für große bauliche Investitionen. Die kommen zusätzlich aus dem Stadthaushalt. Auch Pflege und Unterhalt der Sportplätze und Vereinshäuser werden aus den Kassen der beiden Städte Mühlhausen und Bad Langensalza sowie der jeweiligen Kommunen bestritten. Gedacht ist die Zuwendung für die Pflege des dörflichen Lebens, des Miteinanders.

In Bollstedt lobte man aus dem Etat für 2019 auch den Wettbewerb „Dorfgrün“ aus. 500 Euro Preisgeld flossen insgesamt an die drei Besten. Im Ortsteilrat wolle man nun überlegen, ob man den Wettbewerb auch 2020 ausrufe, sagt Ortsbürgermeister Thomas Ahke (Freie Wähler). Der Dorfwettbewerb sollte den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ flankieren, bei dem Bollstedt mit einer Goldmedaille ausgezeichnet wurde.

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