Mittelfeldplatzierung ist realistisch

Herbsleben  Interview der Woche: Daniel Schuchardt, stellvertretender Vorsitzender beim TTSV Herbsleben, über den Saisonstart

Das Herbsleber Sextett: Jörg Helbig, Jörg Walter, Marcus Günther, Daniel Schuchardt, Vince Kocsis und Matthias Bischoff (von links).

Das Herbsleber Sextett: Jörg Helbig, Jörg Walter, Marcus Günther, Daniel Schuchardt, Vince Kocsis und Matthias Bischoff (von links).

Foto: Verein

Am vergangenen Wochenende stieg Tischtennis-Verbandsligist TTSV Herbsleben wieder in die Saison ein. Im ersten Spiel der Staffel Ost setzte es beim starken Post SV Zeulenroda II in einem epischen Spiel eine 5:9-Niederlage. Unsere Zeitung sprach mit Daniel Schuchardt über den Saisonstart, Neuzugang Jörg Walter und die Hallenproblematik.

Sieben der 14 Spiele endeten im fünften Satz, gleich 16 Sätze in der Verlängerung. Einen spannenderen Auftakt kann es kaum geben...

Das stimmt, und unser Punktspiel hat auch ewig gedauert. Wir haben knappe vier Stunden gespielt, es waren viele umkämpfte Spiele dabei, in denen wir unsere Chancen nicht nutzten. Ich besaß im ersten Spiel einen Matchball, Marcus Günther hätte in seinem ersten Duell 2:0 in Führung gehen können. Mit ein wenig mehr Glück wäre ein Remis drin gewesen.

Ein erster Spieltag gleicht immer einer Wundertüte. Was hat gefallen, was nicht?

Unser Youngster Vince Kocsis hat sehr gut gespielt, auch die Doppel verliefen gut. Insgesamt besitzt bei uns aber sicher jeder noch etwas Luft nach oben und kann sich steigern. Wir hatten zudem ein wenig Probleme, uns auf die Bedingungen in Zeulenroda einzustellen. Dort wird mit „Butterfly“-Tischen und -Bällen gespielt, das ist gänzlich anders als bei uns. Das war ein Unterschied wie Tag und Nacht.

Ihre Mannschaft verstärkte sich mit Jörg Walter vom ESV Lok Erfurt. Ist er gut in Herbsleben „angekommen“?

Jörg, der eine lange Noppe spielt, arbeitet noch an seiner Form. Im mittleren Paarkreuz ist es als Nummer 4 schwer, das hat man auch an den guten Gegnern in Zeulenroda gesehen. Aber unabhängig davon hat er sich super integriert; hilft zum Beispiel beim Kindertraining.

Wie schätzen Sie als Aufsteiger aus der 1. Bezirksliga die Verbandsliga Ost ein?

Vor dem Ende der Wechselfrist hatten wir einen Platz unter den Top fünf ins Auge gefasst. Als dann aber die Aufstellungen veröffentlicht wurden, mussten wir das Ziel korrigieren. Ich denke, ein Platz im gesicherten Mittelfeld ist realistisch. Dafür müssen wir jedoch fleißig punkten. Am besten schon am kommenden Samstag in Oberbösa. Das ist wie ein kleines Derby, da sind alle gefordert.

Seit geraumer Zeit musste das Team ausweichen, da die Halle nicht mehr verfügbar war. Gibt es eine befriedigende Lösung für alle Parteien?

Wir nutzen jetzt die Mehrzweckhalle mit den Gewichthebern. Der geplante Neubau einer Zweifelderhalle hat leider nicht geklappt, aber wir haben auch so eine gute Lösung gefunden. Sie ist sehr klein und eng, bei den Heimspielen wird es sicher laut werden und eine gute Stimmung herrschen. Wir waren mit der Gemeinde im ständigen Austausch, der Umzug verlief sehr gut. Der einzige Nachteil ist, dass wir nun nur noch vier Tische stellen können. Da geht es beim Training, welches sehr gut besucht ist, immer mal recht eng zu.

Verbandsliga Ost, 2. Spieltag: TTC Oberbösa – Herbsleben, Samstag, 16.30 Uhr

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