Mühlhäuser Marienkirche vor Orgelsanierung eingerüstet

Alexander Volkmann
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Die Planen am Gerüst sollen die Ausstellung vor Staub schützen. Mohamed Kasami von der Gerüstbaufirma arbeitete am Montag in bis zu 20 Meter Höhe.

Die Planen am Gerüst sollen die Ausstellung vor Staub schützen. Mohamed Kasami von der Gerüstbaufirma arbeitete am Montag in bis zu 20 Meter Höhe.

Foto: Alexander Volkmann

Mühlhausen.  Stoffbahnen an einem großen Gerüst sollen die Ausstellung in der Mühlhäuser Marienkirche schützen, während die Sauer-Orgel saniert.

In der Marienkirche enden am Dienstag die einwöchigen Gerüstbauarbeiten zur Vorbereitung der Sanierung der Sauer-Orgel. Nun ist die komplette West-Empore eingerüstet. Bis unter die Decke des Kirchenschiffes wurden die Gerüstelemente mit Tuchbahnen verhüllt. Der Grund dafür: Bei der anstehenden Orgelsanierung soll so wenig Staub wie möglich durch die Kirche wirbeln, denn derzeit befindet sich dort die Ausstellung „Von Einhörnern und Drachentötern“ mit wertvollen mittelalterlichen Kunstobjekten aus der Sammlung der Weimarer Klassikstiftung.

Die Restaurierung der Sauer-Orgel indes ist dringend erforderlich, heißt es von der Mühlhäuser Stadtverwaltung. Beauftragt wurde damit das traditionsreiche Orgelbau-Familienunternehmen Schuke aus Werder bei Potsdam, das in den kommenden Tagen mit den Arbeiten beginnen soll. Die Fertigstellung ist abhängig vom Sanierungsverlauf zum Jahresende 2022 geplant.

Die größte erhaltenen Orgel aus dem 19. Jahrhundert im Freistaat Thüringen wurde 1891 von der Firma Wilhelm Sauer aus Frankfurt (Oder) geschaffen.

„Es ist ein großartiger Erfolg, dass die Arbeiten zur Bewahrung der Sauer-Orgel nach langjährigen Bemühungen nun beginnen können“, sagt Oberbürgermeister Johannes Bruns (SPD). Das geschieht in dem Jahr, in dem die Marienkirche 800 Jahre alt wird. Durch die Sanierung werde die Sauer-Orgel wieder in ihrer ursprünglichen Pracht bei vielfältigen Konzerten erklingen können, so Bruns. Auch der Förderverein der Orgel engagiert sich seit vielen Jahren für deren Erhalt.

Die Sanierung wird durch den Bund und den Freistaat Thüringen über Mittel zur Denkmalpflege unterstützt. Die Gesamtkosten belaufen sich voraussichtlich auf rund 610.000 Euro. Der Eigenanteil der Stadt Mühlhausen umfasst 328.000 Euro. Zudem beteiligt sich der Förderverein mit 17.000 Euro an der Finanzierung.

Aufgrund der Arbeiten ist das Museum St. Marien noch bis voraussichtlich Ende September 2021 für Besucher geschlossen.

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