Mühlhausen: Notärzte bilden sich digital weiter

Bei dem digitalen Workshop ging es um Schlaganfallversorgung, Drogennotfälle und palliativmedizinsche Notfälle.

Bei dem digitalen Workshop ging es um Schlaganfallversorgung, Drogennotfälle und palliativmedizinsche Notfälle.

Foto: Daniel Volkmann

Mühlhausen.  Ökumenisches Hainich-Klinikum bietet Fortbildungen während der Pandemie über das Internet an.

Das medizinische Personal arbeitet bereits seit über einem Jahr unter erschwerten Bedingungen: hohes Patientenaufkommen, knappe Krankenhausbetten und, bis zum Start der Impfkampagne, auch die ständige Angst, sich selbst mit Sars-CoV-2 zu infizieren. Zeit für Fortbildungen blieb selten.

Das Ökumenische Hainich-Klinikum (ÖHK) in Mühlhausen bietet ein abwechslungsreiches Angebot an Bildungsveranstaltungen, musste jedoch unter Pandemiebedingungen auch neue Wege finden, Fachwissen zu teilen, wie es in einer Mitteilung heißt.

Initiiert vom Chefarzt für Neurologie, Marek Jauß, und der Chefärztin für Suchtmedizin, Katharina Schoett, und mit Unterstützung des Internisten und Palliativmediziners Ralf Michael wurde nun eine digitale Fortbildung für Notärzte angeboten. Die Hauptthemen der Fortbildung waren Schlaganfallversorgung im Rettungsdienst, Drogennotfälle und palliativmedizinische Notfälle.

Auch wenn der persönliche Austausch fehle, so würden sich aus dem digitalen Angebot von Fortbildungen und Veranstaltungen auch Chancen ergeben, heißt es. „Über Online-Angebote erreichen wir auch Kollegen und weitere Interessierte, denen eine Anreise bis zum ÖHK eventuell nicht möglich oder zu umständlich gewesen wäre. Die Zuhörerschaft kann so auch über die Region hinaus erweitert werden“, sagt Jauß.

Zudem war es für die Ärzte selbst auf digitalem Weg möglich, Fortbildungspunkte zu erhalten. Zusammenfassend gab es viele positive Rückmeldungen der fast 150 Teilnehmer. Auch der Wunsch nach einer Wiederholung in diesem Format wurde geäußert.

Man war sich aber einig, dass eine direkte Veranstaltung von vielen vermisst werde und ging mit der Hoffnung auseinander, dass eine solche Fortbildung mit direktem Augenkontakt nicht nur beim Blick auf die Leinwand, sondern auch beim kollegialen Austausch in der Kaffeepause bald wieder möglich werde.