Prozess um Nordhäuser Doppelmord vorerst geplatzt - Angeklagter verhandlungsunfähig

Mühlhausen  Wenn sich der Zustand des Angeklagten stabilisiere, soll der Prozess am 7. Oktober in Mühlhausen neu beginnen.

Bereits beim Auftakt zum Doppelmordprozess gegen einen 57-Jährigen aus Nordhausen erlitt der Angeklagte ein Panikattacke.

Bereits beim Auftakt zum Doppelmordprozess gegen einen 57-Jährigen aus Nordhausen erlitt der Angeklagte ein Panikattacke.

Foto: Claudia Götze

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Der Prozess um den gewaltsamen Tod eines Ehepaares an Heiligabend in Nordhausen ist vorerst geplatzt. Der Angeklagte ist laut eines ärztlichen Berichts der Justizvollzugsanstalt für längere Zeit verhandlungsunfähig, teilte das zuständige Landgericht Mühlhausen am Dienstag mit. Der ursprünglich geplante Fortsetzungstermin am 18. September werde deshalb aufgehoben. Wenn sich der Zustand des Angeklagten stabilisiere, soll der Prozess am 7. Oktober neu beginnen.

Bereits zum Prozessauftakt am vergangenen Montag hatte die Verhandlung mit gut einer Stunde Verspätung begonnen, weil ein Notarzt für den angeschlagenen 57-Jährigen gerufen wurde. Der Mann hatte eine Panikattacke erlitten.

Dem Angeklagten wird vorgeworfen, im vergangenen Jahr an Heiligabend eine 80-Jährige und ihren 82 Jahre alten Ehemann auf deren Grundstück mit zahlreichen Messerstichen erstochen zu haben. Bei der zunächst verbalen Auseinandersetzung soll es um Lohn für Aushilfsarbeiten gegangen sein. Der Streit soll laut Anklage eskaliert sein, als sich der 82-Jährige mit einem Messer dem Angeklagten in den Weg stellte und dieser ihm das Messer abnahm.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren
Im Moment können keine Kommentare gesichtet werden. Da wir für Leserkommentare in unserem Internetauftritt juristisch verantwortlich sind und eine Moderation nur während unserer Dienstzeiten gewährleisten können, ist die Kommentarfunktion wochentags von 22:00 bis 08:00 Uhr und am Wochenende von 20:00 bis 10:00 Uhr ausgeschaltet.