24-Stunden-Markt öffnet in Altengottern

Landkreis.  Der neue Dorfladen funktioniert ohne Personal und soll nächste Woche offiziell eröffnet werden. Wir haben uns dort umgeschaut.

Der neue Tag-und-Nacht-Markt in der Dorfmitte von Altengottern. Anne Marie Stieding aus Altengottern freut sich über das neue Angebot.

Der neue Tag-und-Nacht-Markt in der Dorfmitte von Altengottern. Anne Marie Stieding aus Altengottern freut sich über das neue Angebot.

Foto: Daniel Volkmann

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

In Altengottern hat es geklappt. Seit dem 1. Februar können die Einwohner der Gemeinde im „24h Tag & Nacht Markt“ – so heißt der neue Dorfladen – einkaufen. Der Markt ist ein Container mit Lebensmitteln für den täglichen Bedarf, der den Altengotterschen das Einkaufen rund um die Uhr ermöglichen soll. Betrieben wird er von einem Privatunternehmer. Der wollte sich mit Blick auf den offiziellen Eröffnungstermin am Montag kommender Woche nicht vorab zu dem Projekt äußern. Wie Bürgermeister Jan Tröstrum (CDU) auch.

Ortstermin: Wie funktioniert das Ganze? Als erstes braucht man eine Zugangskarte. Die muss vor dem Eingangsbereich gescannt werden. Erst dann öffnen sich automatisch die Glastüren des Einkaufscontainers und man kann den Vorraum, der zum eigentlichen Marktbereich führt, betreten.

In diesem steht auch eine Paketstation. Künftig soll es möglich sein, Pakete dort zu verschicken und abzuholen. Aktuell ist die Station aber noch nicht im Einsatz.

Bargeldzahlung ist nicht möglich

Das Interesse an den Verkaufscontainern ist groß. Wer nicht nur seine Bestellungen abholen möchte, sondern auch einkaufen will, muss die Karte noch einmal vor dem eigentlichen Eingang zur Markthalle scannen. Die Palette an Waren im Inneren des Containers kann mit dem Sortiment eines kleinen Lebensmittelladens verglichen werden. Und deckt alles ab, was für den täglichen Bedarf gebraucht wird.

Das Angebot reicht von Toilettenpapier bis zu Nudeln über Konserven und Tiefkühlprodukten. Alkohol und Tabakwaren werden nicht verkauft.

Wie wird bezahlt? Die ausgewählten Artikel scannt der Kunde selbst über ein Display ein. Bezahlt wird mit Scheckkarte. Bargeldzahlung ist nicht möglich. Beim Verlassen der Einkaufshalle braucht man seine Karte nicht. Allerdings müssen zwei Ausgänge passiert werden, die sich nacheinander öffnen und dann wieder selbstständig schließen. So soll verhindert werden, dass jemand durch den Ausgang in den Marktbereich gelangt.

Seit dem 1. Februar können Kunden im Markt die Karte kostenlos beantragen. Sie soll dann nach wenigen Tagen freigeschaltet und gleich funktionstüchtig sein. Noch bis zum 15. Februar ist eine Mitarbeiterin des Unternehmens im Markt. Sie erklärt den künftigen Kunden, wie der Einkauf funktioniert und zeigt dabei beispielsweise, wie das Bezahlsystem ohne Kassierer funktioniert. Danach soll der kleine Shop ohne Personal auskommen, die Zugangskarten werden über das Internet beantragt.

Dem Vernehmen nach ist die Resonanz recht groß. Manche Einwohner hätten sich sogar gleich zwei Karten geholt, zum Beispiel für ihren Partner. Einer der ersten Kunden war Kevin Barwig aus Altengottern, der von dem Konzept begeistert ist. „Wenn man mal was vergessen hat, ist es super das einfach spontan besorgen zu können. Egal wie spät es ist.“ Der funktionierende Einkaufscontainer in Altengottern ist bislang der erste im Kreis. Auch wenn es bereits ähnliche Projekte gab. Bereits 2017 wurde in Großwelsbach auf dem Gelände der Agrargenossenschaft ebenfalls ein Einkaufscontainer aufgestellt, der allerdings nie eröffnet wurde. Stattdessen sollte der Container später nach Nägelstedt gebracht werden. Dort wurde in der Dorfmitte extra ein Platz geschaffen, wo der Ladencontainer aufgestellt werden sollte. Doch auch dieses Projekt wurde bis heute nie umgesetzt.

Interesse an einer solchen Einkaufsmöglichkeit bekundeten damals auch Merxleben, Großwelsbach, Wiegleben, Aschara, Henningsleben und Zimmern.

Herkules-Markt in Niedersachswerfen wird bis Mai umgebaut

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren