Seebacher Thepra-Grundschule wächst

Daniel Volkmann
| Lesedauer: 2 Minuten
Frank Buchterkirchen, Ronny Ackermann, Martin Zimmermann, Schulleiter Uwe Langer, Jeremi Schmalz und Stefan Schilling (von rechts) beim Aufbau der Reckstangen.

Frank Buchterkirchen, Ronny Ackermann, Martin Zimmermann, Schulleiter Uwe Langer, Jeremi Schmalz und Stefan Schilling (von rechts) beim Aufbau der Reckstangen.

Foto: Daniel Volkmann

Seebach.  Die Seebacher Thepra-Grundschule am Stadtweg erfreut sich wachsender Beliebtheit. Bereits jetzt gibt es schon Anmeldungen für 2027.

Auf dem Spielplatz der Thepra-Grundschule in Seebach steht seit wenigen Tagen ein nagelneues Spielgerät, finanziert wurde es vom Freistaat, aufgebaut von Familienvätern, deren Kinder die Schule besuchen.

Über 100 Arbeitsstunden wurden so in den vergangenen Wochen auf dem Schulhof geleistet. Bevor das Dreistufenreck in den Boden eingelassen werden konnte, mussten Pflastersteine aufgenommen, Splitt beseitigt und Fundamente ausgehoben werden. Wie Sebastian Schilling aus der Gruppe der Väter informiert, habe sich die Schule in der Vergangenheit beim Land um eine Förderung für das Reck beworben, inklusive der Fallschutzmatten beliefen sich die geförderten Kosten auf gut 3500 Euro. Darin seien aber weder Arbeitsleistung noch der Beton für die Fundamente enthalten.

Die vorsichtige Kostenschätzung eines Bauunternehmens habe für das Aufstellen der Reckstangen 5000 Euro ergeben, dies könne der Thepra Landesverband nicht leisten, erläutert Schilling. Aus dieser Situation heraus hätten sich handwerklich begabte Väter gefunden, ein Bad Tennstedter Entsorgungsunternehmen unterstützte mit Fertigbeton.

„Wir freuen uns, dass wir so kräftige unterstützt worden, dies ist heute keine Selbstverständlichkeit mehr“, sagt Schulleiter Uwe Langer. Die Grundschule erfreue sich wachsendem Zuspruch. Derzeit liefen die Planungen für einen Anbau. Ziel sei es, Container am bestehenden Gebäude aufzustellen, sie würden später als zusätzlicher Klassen- und Aufenthaltsraum fungieren. Hierfür werden die Kosten auf knapp 80.000 Euro geschätzt.

Jeweils zweizügig in vier Klassenstufen geteilt wird die Schule im Moment von 126 Schülern besucht. „Würde es der Platz und die Kapazität an Lehrern hergeben, könnten wir noch einige erste Klassen mehr in unsere Grundschule aufnehmen“, erklärt Langer. Inzwischen würden die Anmeldungen schon bis in das Jahr 2027 reichen. Vor gut elf Jahren hat der Thepra Landesverband Thüringen die einstige Grundschule am Seebacher Lindenhof mit damals 42 Schülern in vier Klassen in seine Trägerschaft übernommen.

Deren Bestand hat immer wieder gewackelt, dass Haus neben der Vogelschutzwarte entsprach in vielen Bereichen nicht den Anforderungen an eine aktuelle Schule - von der Heizung bis hin zur Größe der Klassenzimmer. „Von Beginn an haben wir darum gerungen, bessere Lernbedingungen zu schaffen“, sagte Doreen Hohlstein, die Bereichsleiterin für die Schulen bei der Thepra damals. Knapp fünf Jahre später entstand ein neues Schulgebäude am Seebacher Stadtweg. Dort war für zweieinhalb Millionen Euro - die Hälfte davon kam als Zuschuss vom Land - ein einstiger Schulstandort saniert und großflächig umgebaut worden, auch ein neuer Anbau wurde geschaffen in dem dann schon 94 Mädchen und Jungen lernen konnten.

Lesen Sie hier mehr Beiträge aus: Mühlhausen.